Automobilbranche im tiefen Tal der Tränen

Macht das Corona-Virus unsere Core-Industrie platt? Experten gehen zunehmend davon aus, dass der weltweite Automobilmarkt in diesem Jahr einen gewaltigen Absturz erleiden wird.

Die Universität St. Gallen prognostiziert einen dramatischen Einbruch um 18% auf nur noch 65 Millionen PKW Gesamtabsatz.

Auch für Deutschland ist man pessimistisch gestimmt: Hier rechnen die Experten mit einem Rückgang um 20%. Frankreich, Italien und Mexiko werden sogar bei einem Minus von 22% gesehen.

Erschwerend kommt hinzu, dass in Europa erhebliche Überkapazitäten bestehen. Die Rede ist von über 2 Millionen Autos. Für dieses Jahr sollte der Verkauf in Europa bei 13 Millionen Fahrzeugen, bis zum Jahr 2025 bei 14,6 Millionen Pkw liegen.

Zum Vergleich: 2019 sind am europäischen Markt 15,8 Millionen Autos abgesetzt worden.

Bereits zu Beginn der Coronakrise litt in den USA die Autobranche:

Das zeigen die Verkaufszahlen für das erste Quartal. Bei US-Marktführer General Motors betrug der Absatzrückgang in den ersten drei Monaten des Jahres minus sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. FiatChrysler verkaufte in den vergangenen drei Monaten zehn Prozent weniger Autos auf dem US-Markt. VW verkaufte in den USA in den vergangenen drei Monaten 75.075 Autos und damit 13 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr.

Von Januar bis Februar stiegen die Verkäufe noch um 9,4 Prozent, bis sie im März wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 um 42 Prozent einbrachen.

Selbst im Luxussegment sind die Verwerfungen erkennbar:

Porsche lieferte 11.994 Autos aus und damit 20 Prozent weniger als im letzten Jahr. Beängstigend ist auch das flächendeckende Händlersterben. Prognosen gehen davon aus, dass bis zu 40% aller Autohändler in die Insolvenz gehen werden.

Bei den asiatischen Herstellern sieht es noch schlimmer aus: Hyundai setzte im März 43 Prozent weniger Neuwagen ab als im Vorjahr. Mazda und Mitsubishi erlitten Einbußen um 42 Prozent beziehungsweise um 52 Prozent.

Dies alles zeigt trefflich: Wenn die Corona-Pandemie nicht rasch besiegt wird, wird die Automobilbranche vor einer Marktbereinigung stehen, deren Konsequenzen wir uns momentan nicht im geringsten vorstellen können. Es wäre möglich, dass am Schluß nur drei oder vier Anbieter übrig bleiben.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

April 15, 2020

Automobilbranche im tiefen Tal der Tränen

Macht das Corona-Virus unsere Core-Industrie platt? Experten gehen zunehmend davon aus, dass der weltweite Automobilmarkt in diesem Jahr einen gewaltigen Absturz erleiden wird.

Die Universität St. Gallen prognostiziert einen dramatischen Einbruch um 18% auf nur noch 65 Millionen PKW Gesamtabsatz.

Auch für Deutschland ist man pessimistisch gestimmt: Hier rechnen die Experten mit einem Rückgang um 20%. Frankreich, Italien und Mexiko werden sogar bei einem Minus von 22% gesehen.

Erschwerend kommt hinzu, dass in Europa erhebliche Überkapazitäten bestehen. Die Rede ist von über 2 Millionen Autos. Für dieses Jahr sollte der Verkauf in Europa bei 13 Millionen Fahrzeugen, bis zum Jahr 2025 bei 14,6 Millionen Pkw liegen.

Zum Vergleich: 2019 sind am europäischen Markt 15,8 Millionen Autos abgesetzt worden.

Bereits zu Beginn der Coronakrise litt in den USA die Autobranche:

Das zeigen die Verkaufszahlen für das erste Quartal. Bei US-Marktführer General Motors betrug der Absatzrückgang in den ersten drei Monaten des Jahres minus sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. FiatChrysler verkaufte in den vergangenen drei Monaten zehn Prozent weniger Autos auf dem US-Markt. VW verkaufte in den USA in den vergangenen drei Monaten 75.075 Autos und damit 13 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr.

Von Januar bis Februar stiegen die Verkäufe noch um 9,4 Prozent, bis sie im März wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 um 42 Prozent einbrachen.

Selbst im Luxussegment sind die Verwerfungen erkennbar:

Porsche lieferte 11.994 Autos aus und damit 20 Prozent weniger als im letzten Jahr. Beängstigend ist auch das flächendeckende Händlersterben. Prognosen gehen davon aus, dass bis zu 40% aller Autohändler in die Insolvenz gehen werden.

Bei den asiatischen Herstellern sieht es noch schlimmer aus: Hyundai setzte im März 43 Prozent weniger Neuwagen ab als im Vorjahr. Mazda und Mitsubishi erlitten Einbußen um 42 Prozent beziehungsweise um 52 Prozent.

Dies alles zeigt trefflich: Wenn die Corona-Pandemie nicht rasch besiegt wird, wird die Automobilbranche vor einer Marktbereinigung stehen, deren Konsequenzen wir uns momentan nicht im geringsten vorstellen können. Es wäre möglich, dass am Schluß nur drei oder vier Anbieter übrig bleiben.

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April 15, 2020

Automobilbranche im tiefen Tal der Tränen

Macht das Corona-Virus unsere Core-Industrie platt? Experten gehen zunehmend davon aus, dass der weltweite Automobilmarkt in diesem Jahr einen gewaltigen Absturz erleiden wird.

Die Universität St. Gallen prognostiziert einen dramatischen Einbruch um 18% auf nur noch 65 Millionen PKW Gesamtabsatz.

Auch für Deutschland ist man pessimistisch gestimmt: Hier rechnen die Experten mit einem Rückgang um 20%. Frankreich, Italien und Mexiko werden sogar bei einem Minus von 22% gesehen.

Erschwerend kommt hinzu, dass in Europa erhebliche Überkapazitäten bestehen. Die Rede ist von über 2 Millionen Autos. Für dieses Jahr sollte der Verkauf in Europa bei 13 Millionen Fahrzeugen, bis zum Jahr 2025 bei 14,6 Millionen Pkw liegen.

Zum Vergleich: 2019 sind am europäischen Markt 15,8 Millionen Autos abgesetzt worden.

Bereits zu Beginn der Coronakrise litt in den USA die Autobranche:

Das zeigen die Verkaufszahlen für das erste Quartal. Bei US-Marktführer General Motors betrug der Absatzrückgang in den ersten drei Monaten des Jahres minus sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. FiatChrysler verkaufte in den vergangenen drei Monaten zehn Prozent weniger Autos auf dem US-Markt. VW verkaufte in den USA in den vergangenen drei Monaten 75.075 Autos und damit 13 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr.

Von Januar bis Februar stiegen die Verkäufe noch um 9,4 Prozent, bis sie im März wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 um 42 Prozent einbrachen.

Selbst im Luxussegment sind die Verwerfungen erkennbar:

Porsche lieferte 11.994 Autos aus und damit 20 Prozent weniger als im letzten Jahr. Beängstigend ist auch das flächendeckende Händlersterben. Prognosen gehen davon aus, dass bis zu 40% aller Autohändler in die Insolvenz gehen werden.

Bei den asiatischen Herstellern sieht es noch schlimmer aus: Hyundai setzte im März 43 Prozent weniger Neuwagen ab als im Vorjahr. Mazda und Mitsubishi erlitten Einbußen um 42 Prozent beziehungsweise um 52 Prozent.

Dies alles zeigt trefflich: Wenn die Corona-Pandemie nicht rasch besiegt wird, wird die Automobilbranche vor einer Marktbereinigung stehen, deren Konsequenzen wir uns momentan nicht im geringsten vorstellen können. Es wäre möglich, dass am Schluß nur drei oder vier Anbieter übrig bleiben.

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