Cannabiswerte: Geht hier noch was?

Eine Branche in der Konsolidierungsphase

Werden renommierte Börsenspezialisten mit Schwerpunkt SmallCaps nach ihren Lieblingssektoren gefragt, steht mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz oben auf der jeweiligen Liste die Branche der Marihuanaaktien. Kein anderes Businessfeld konnte die internationalen Nebenwertemärkte in den zurückliegenden Jahren so enthusiasmieren und elektrisieren wie die zunehmend weltweit populäre Haschischindustrie.

Beeindruckende Wachstumszahlen des Gesamtmarkts von über 1000% und gewaltige Kurssteigerungen von einzelnen Werten aus diesem Bereich sorgten für volle Anlegerkassen, fassungslose Analysten und ein Feuerwerk medialer Berichterstattung.  

Dieser Börsenzauber dauerte viele Monate und stellte selbst das große Interesse der Akteure an der Lithium-,Blockchain- und Wasserstoffbranche in den Schatten. Doch wie immer im Wirtschaftsleben kommt einmal die Sättigungsphase und damit die Frage, wie und ob es weitergeht. Bäumt sich das Segment noch einmal auf oder kommt der gnadenlose Absturz und die Marktbereinigung, nach der nur einige wenige Player übrig bleiben?

Schon 2019 deutete sich eine Abkühlung des Überhitzungszustands an. Quartalszahlen signalisierten eine markante Abschwächung. Jetzt rächte es sich, dass die strategische Ausrichtung auf schnelle Expansion so kostspielig war. Hatte man anfangs noch Angst vor einer zu hohen Nachfrage, die womöglich auf ein noch nicht vorhandenes Angebot stoßen würde, macht sich nun Verwunderung breit.

Das Interesse an Cannabisprodukten sinkt temporär gewaltig. Beängstigend sind vorgenommene Entlassungen und sogar der Abbau von vollständigen Gewächshäusern.

Hinzu kommt ein gefährliches Unsicherheitsmoment wegen gravierender regulatorischer Hürden. Zwar ist in Kanada der Konsum flächendeckend legalisiert, doch umschließt dies nur einen winzigen Teil des weltweiten Marktes, auf den das Wachstum der gesamten Branche ausgerichtet und auf den die führenden Extrapolationen des zukünftigen Gewinnwachstums des Sektors und damit die Aktienerwartungen beruhen.  

Bereits im Nachbarstaat USA ist die Lage komplex. Der Föderalismus sorgt für eine Vielfalt an unterschiedlichen Bestimmungen, die jede Expansion ausbremsen.  
In der EU ist die Situation noch schwieriger. Hier lehnen immer noch die meisten Staaten eine vollständige Legalisierung bislang ab.

Die Corona-Krise scheint nun erst einmal der Marihuanabranche neues Leben einzuhauchen.

Wegen der Stay at home Regeln, die global gelten, steigert sich der Konsum von Haschisch meßbar. Denn da die Menschen in einigen Ländern aufgefordert wurden, ihr Haus möglichst nicht zu verlassen, haben sich die Nutzer von medizinischem Marihuana vorsorglich mit zusätzlichen Rezepten eingedeckt und auch die Freizeitkonsumenten möchten offenbar ihre Zeit in der Isolation mit rauschhaftem Vergnügen verschönern. Marktbeobachter sind sich jedoch uneinig darüber, ob dieser Befund nur eine kommerzielle Eintagsfliege oder der erhoffte Rebound ist.

Klar ist, dass  auch die Marihuanaindustrie von den massiven restriktiven Maßnahmen der Regierungen betroffen scheint. Cannabisshops haben geschlossen und die Kunden bedienen sich nur sehr selten des Onlineshop-Angebots.

Kein Wunder, dass die Marihuana Aktien zuletzt klar an Attraktivität verloren. Dennoch gibt es den berühmten Lichtstreifen am Horizont: 2019 wurden beispielsweise Cannabidiol-Süßigkeiten im Wert von 579 Millionen US-Dollar abgesetzt – und das ausschließlich in Kanada. Bis zum Jahr 2025 soll der Umsatz in dieser Sparte auf bis zu 3.086 Dollar und damit bis zu 432 Prozent ansteigen.

Auch für den Bereich Cannabishaltiger-Getränke wird eine Nachfragesteigerung erwartet. Es scheint gut möglich, dass die kurzfristigen Erfolge und Misserfolge auf dem Börsenparkett überbewertet werden. So ist wie berichtet derzeit nicht selten von Marihuana-Überproduktionen die Rede. Sollte die Nachfrage jedoch insgesamt wieder  ansteigen, dann könnte dies schon bald ein Relikt der Vergangenheit sein.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

April 27, 2020

Cannabiswerte: Geht hier noch was?

Eine Branche in der Konsolidierungsphase

Werden renommierte Börsenspezialisten mit Schwerpunkt SmallCaps nach ihren Lieblingssektoren gefragt, steht mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz oben auf der jeweiligen Liste die Branche der Marihuanaaktien. Kein anderes Businessfeld konnte die internationalen Nebenwertemärkte in den zurückliegenden Jahren so enthusiasmieren und elektrisieren wie die zunehmend weltweit populäre Haschischindustrie.

Beeindruckende Wachstumszahlen des Gesamtmarkts von über 1000% und gewaltige Kurssteigerungen von einzelnen Werten aus diesem Bereich sorgten für volle Anlegerkassen, fassungslose Analysten und ein Feuerwerk medialer Berichterstattung.  

Dieser Börsenzauber dauerte viele Monate und stellte selbst das große Interesse der Akteure an der Lithium-,Blockchain- und Wasserstoffbranche in den Schatten. Doch wie immer im Wirtschaftsleben kommt einmal die Sättigungsphase und damit die Frage, wie und ob es weitergeht. Bäumt sich das Segment noch einmal auf oder kommt der gnadenlose Absturz und die Marktbereinigung, nach der nur einige wenige Player übrig bleiben?

Schon 2019 deutete sich eine Abkühlung des Überhitzungszustands an. Quartalszahlen signalisierten eine markante Abschwächung. Jetzt rächte es sich, dass die strategische Ausrichtung auf schnelle Expansion so kostspielig war. Hatte man anfangs noch Angst vor einer zu hohen Nachfrage, die womöglich auf ein noch nicht vorhandenes Angebot stoßen würde, macht sich nun Verwunderung breit.

Das Interesse an Cannabisprodukten sinkt temporär gewaltig. Beängstigend sind vorgenommene Entlassungen und sogar der Abbau von vollständigen Gewächshäusern.

Hinzu kommt ein gefährliches Unsicherheitsmoment wegen gravierender regulatorischer Hürden. Zwar ist in Kanada der Konsum flächendeckend legalisiert, doch umschließt dies nur einen winzigen Teil des weltweiten Marktes, auf den das Wachstum der gesamten Branche ausgerichtet und auf den die führenden Extrapolationen des zukünftigen Gewinnwachstums des Sektors und damit die Aktienerwartungen beruhen.  

Bereits im Nachbarstaat USA ist die Lage komplex. Der Föderalismus sorgt für eine Vielfalt an unterschiedlichen Bestimmungen, die jede Expansion ausbremsen.  
In der EU ist die Situation noch schwieriger. Hier lehnen immer noch die meisten Staaten eine vollständige Legalisierung bislang ab.

Die Corona-Krise scheint nun erst einmal der Marihuanabranche neues Leben einzuhauchen.

Wegen der Stay at home Regeln, die global gelten, steigert sich der Konsum von Haschisch meßbar. Denn da die Menschen in einigen Ländern aufgefordert wurden, ihr Haus möglichst nicht zu verlassen, haben sich die Nutzer von medizinischem Marihuana vorsorglich mit zusätzlichen Rezepten eingedeckt und auch die Freizeitkonsumenten möchten offenbar ihre Zeit in der Isolation mit rauschhaftem Vergnügen verschönern. Marktbeobachter sind sich jedoch uneinig darüber, ob dieser Befund nur eine kommerzielle Eintagsfliege oder der erhoffte Rebound ist.

Klar ist, dass  auch die Marihuanaindustrie von den massiven restriktiven Maßnahmen der Regierungen betroffen scheint. Cannabisshops haben geschlossen und die Kunden bedienen sich nur sehr selten des Onlineshop-Angebots.

Kein Wunder, dass die Marihuana Aktien zuletzt klar an Attraktivität verloren. Dennoch gibt es den berühmten Lichtstreifen am Horizont: 2019 wurden beispielsweise Cannabidiol-Süßigkeiten im Wert von 579 Millionen US-Dollar abgesetzt – und das ausschließlich in Kanada. Bis zum Jahr 2025 soll der Umsatz in dieser Sparte auf bis zu 3.086 Dollar und damit bis zu 432 Prozent ansteigen.

Auch für den Bereich Cannabishaltiger-Getränke wird eine Nachfragesteigerung erwartet. Es scheint gut möglich, dass die kurzfristigen Erfolge und Misserfolge auf dem Börsenparkett überbewertet werden. So ist wie berichtet derzeit nicht selten von Marihuana-Überproduktionen die Rede. Sollte die Nachfrage jedoch insgesamt wieder  ansteigen, dann könnte dies schon bald ein Relikt der Vergangenheit sein.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

April 27, 2020

Cannabiswerte: Geht hier noch was?

Eine Branche in der Konsolidierungsphase

Werden renommierte Börsenspezialisten mit Schwerpunkt SmallCaps nach ihren Lieblingssektoren gefragt, steht mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz oben auf der jeweiligen Liste die Branche der Marihuanaaktien. Kein anderes Businessfeld konnte die internationalen Nebenwertemärkte in den zurückliegenden Jahren so enthusiasmieren und elektrisieren wie die zunehmend weltweit populäre Haschischindustrie.

Beeindruckende Wachstumszahlen des Gesamtmarkts von über 1000% und gewaltige Kurssteigerungen von einzelnen Werten aus diesem Bereich sorgten für volle Anlegerkassen, fassungslose Analysten und ein Feuerwerk medialer Berichterstattung.  

Dieser Börsenzauber dauerte viele Monate und stellte selbst das große Interesse der Akteure an der Lithium-,Blockchain- und Wasserstoffbranche in den Schatten. Doch wie immer im Wirtschaftsleben kommt einmal die Sättigungsphase und damit die Frage, wie und ob es weitergeht. Bäumt sich das Segment noch einmal auf oder kommt der gnadenlose Absturz und die Marktbereinigung, nach der nur einige wenige Player übrig bleiben?

Schon 2019 deutete sich eine Abkühlung des Überhitzungszustands an. Quartalszahlen signalisierten eine markante Abschwächung. Jetzt rächte es sich, dass die strategische Ausrichtung auf schnelle Expansion so kostspielig war. Hatte man anfangs noch Angst vor einer zu hohen Nachfrage, die womöglich auf ein noch nicht vorhandenes Angebot stoßen würde, macht sich nun Verwunderung breit.

Das Interesse an Cannabisprodukten sinkt temporär gewaltig. Beängstigend sind vorgenommene Entlassungen und sogar der Abbau von vollständigen Gewächshäusern.

Hinzu kommt ein gefährliches Unsicherheitsmoment wegen gravierender regulatorischer Hürden. Zwar ist in Kanada der Konsum flächendeckend legalisiert, doch umschließt dies nur einen winzigen Teil des weltweiten Marktes, auf den das Wachstum der gesamten Branche ausgerichtet und auf den die führenden Extrapolationen des zukünftigen Gewinnwachstums des Sektors und damit die Aktienerwartungen beruhen.  

Bereits im Nachbarstaat USA ist die Lage komplex. Der Föderalismus sorgt für eine Vielfalt an unterschiedlichen Bestimmungen, die jede Expansion ausbremsen.  
In der EU ist die Situation noch schwieriger. Hier lehnen immer noch die meisten Staaten eine vollständige Legalisierung bislang ab.

Die Corona-Krise scheint nun erst einmal der Marihuanabranche neues Leben einzuhauchen.

Wegen der Stay at home Regeln, die global gelten, steigert sich der Konsum von Haschisch meßbar. Denn da die Menschen in einigen Ländern aufgefordert wurden, ihr Haus möglichst nicht zu verlassen, haben sich die Nutzer von medizinischem Marihuana vorsorglich mit zusätzlichen Rezepten eingedeckt und auch die Freizeitkonsumenten möchten offenbar ihre Zeit in der Isolation mit rauschhaftem Vergnügen verschönern. Marktbeobachter sind sich jedoch uneinig darüber, ob dieser Befund nur eine kommerzielle Eintagsfliege oder der erhoffte Rebound ist.

Klar ist, dass  auch die Marihuanaindustrie von den massiven restriktiven Maßnahmen der Regierungen betroffen scheint. Cannabisshops haben geschlossen und die Kunden bedienen sich nur sehr selten des Onlineshop-Angebots.

Kein Wunder, dass die Marihuana Aktien zuletzt klar an Attraktivität verloren. Dennoch gibt es den berühmten Lichtstreifen am Horizont: 2019 wurden beispielsweise Cannabidiol-Süßigkeiten im Wert von 579 Millionen US-Dollar abgesetzt – und das ausschließlich in Kanada. Bis zum Jahr 2025 soll der Umsatz in dieser Sparte auf bis zu 3.086 Dollar und damit bis zu 432 Prozent ansteigen.

Auch für den Bereich Cannabishaltiger-Getränke wird eine Nachfragesteigerung erwartet. Es scheint gut möglich, dass die kurzfristigen Erfolge und Misserfolge auf dem Börsenparkett überbewertet werden. So ist wie berichtet derzeit nicht selten von Marihuana-Überproduktionen die Rede. Sollte die Nachfrage jedoch insgesamt wieder  ansteigen, dann könnte dies schon bald ein Relikt der Vergangenheit sein.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

Die letzten News:

No items found.