China und die USA im Kampf um die Vormachtstellung in der Welt:

Droht Ungemach für die Börsen?

Auch wenn es zwischenzeitlich immer wieder mal nach Entspannung ausgesehen hat: Die Beziehungen zwischen den USA und China sind problematischer denn je.
Der sogenannte Handelskrieg dauert nun schon zwei volle Jahre und in diesem Zeitraum wurden Strafzölle über Waren im Wert von Hunderten Milliarden Dollar aufgelegt, es gab massive Drohungen und schwierige Verhandlungen.

Das in diesem Jahr unterzeichnete Abkommen über den bilateralen Handel sollte den erhofften Durchbruch bringen. Dann aber kam die Coronakrise und die sorgte für neue atmosphärische Belastungen zwischen den beiden Supermächten.

Auch die jüngst angekündigten Sanktionen gegen Hongkong wegen der Einmischung Pekings in die Autonomie seiner Sonderverwaltungsregion tragen zu den Spannungen bei. Die Sicherheitspolitik im Indopazifik-Raum sowie Beschränkungen bei Technologieexporten und Passagierflügen sind weitere Probleme.
Mit Strafzöllen auf Einfuhren aus China in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar begannen die USA im Juni 2019 den Handelskonflikt . Mittlerweile gibt es  fast auf alle Importe aus China Zölle und Einfuhrbeschränkungen im Wert von mehr als 500 Milliarden US-Dollar. Die Exporte gingen zurück.

Die Konsequenzen für das globale Wachstum sind gravierend.

Trump hatte ursprünglich stets dafür geworben, ein umfassendes Handelsabkommen mit China abzuschließen. Trotz Strafzöllen als Druckmittel ließ Peking sich jedoch nicht einschüchtern. Trump musste dann eine Kehrtwende machen und das Teilabkommen als Erfolg verkaufen. Kritiker monierten, dass der Vertrag letztlich vor allem Probleme gelöst hat, die Trump selbst geschaffen hatte. Zudem gelten die meisten Strafzölle weiter - was das Wachstum schwächt.

Am rechten Rand in Washington halten es manche deswegen sogar für eine Option, amerikanische Schulden an China einfach nicht mehr zurückzuzahlen. Peking ist mit US-Staatsanleihen in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar der größte Gläubiger der USA. Ein solcher Schritt würde den USA zwar kurzfristig Geld sparen und ein Loch in die chinesische Bilanz reißen, langfristig aber die Bonität des Landes massiv verschlechtern.

In China sehen die Arbeitslosenzahlen besser aus, da viele Wanderarbeiter in der Statistik gar nicht erst auftauchen. Offiziell liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei sechs Prozent. Schätzungen aber gehen davon aus, dass rund 70 Millionen Arbeiter aufgrund der Krise ihren Job verloren haben. Wie auch in der Finanzkrise 2008 ziehen sich Millionen in ihre Dörfer im Inland zurück. Das hemmt den Konsum, der in China mittlerweile der wichtigste Wachstumstreiber ist. Der Export trägt nur noch 18 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Das ideologische Vakuum versucht die Kommunistische Partei schon seit längerer Zeit mit Nationalismus zu füllen.

Noch hat das Handelsabkommen zwischen den USA und China seine Gültigkeit. Aber schon werden Stimmen in den USA laut, auch diesen Deal aufzukündigen. Zudem stellt sich die Frage, ob es noch erfüllt werden kann.

Die Aussichten bleiben also schlecht. Für die fulminante Erholung an den internationalen Aktienmärkten besteht demnach ein hohes Restrisiko.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

June 10, 2020

China und die USA im Kampf um die Vormachtstellung in der Welt:

Droht Ungemach für die Börsen?

Auch wenn es zwischenzeitlich immer wieder mal nach Entspannung ausgesehen hat: Die Beziehungen zwischen den USA und China sind problematischer denn je.
Der sogenannte Handelskrieg dauert nun schon zwei volle Jahre und in diesem Zeitraum wurden Strafzölle über Waren im Wert von Hunderten Milliarden Dollar aufgelegt, es gab massive Drohungen und schwierige Verhandlungen.

Das in diesem Jahr unterzeichnete Abkommen über den bilateralen Handel sollte den erhofften Durchbruch bringen. Dann aber kam die Coronakrise und die sorgte für neue atmosphärische Belastungen zwischen den beiden Supermächten.

Auch die jüngst angekündigten Sanktionen gegen Hongkong wegen der Einmischung Pekings in die Autonomie seiner Sonderverwaltungsregion tragen zu den Spannungen bei. Die Sicherheitspolitik im Indopazifik-Raum sowie Beschränkungen bei Technologieexporten und Passagierflügen sind weitere Probleme.
Mit Strafzöllen auf Einfuhren aus China in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar begannen die USA im Juni 2019 den Handelskonflikt . Mittlerweile gibt es  fast auf alle Importe aus China Zölle und Einfuhrbeschränkungen im Wert von mehr als 500 Milliarden US-Dollar. Die Exporte gingen zurück.

Die Konsequenzen für das globale Wachstum sind gravierend.

Trump hatte ursprünglich stets dafür geworben, ein umfassendes Handelsabkommen mit China abzuschließen. Trotz Strafzöllen als Druckmittel ließ Peking sich jedoch nicht einschüchtern. Trump musste dann eine Kehrtwende machen und das Teilabkommen als Erfolg verkaufen. Kritiker monierten, dass der Vertrag letztlich vor allem Probleme gelöst hat, die Trump selbst geschaffen hatte. Zudem gelten die meisten Strafzölle weiter - was das Wachstum schwächt.

Am rechten Rand in Washington halten es manche deswegen sogar für eine Option, amerikanische Schulden an China einfach nicht mehr zurückzuzahlen. Peking ist mit US-Staatsanleihen in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar der größte Gläubiger der USA. Ein solcher Schritt würde den USA zwar kurzfristig Geld sparen und ein Loch in die chinesische Bilanz reißen, langfristig aber die Bonität des Landes massiv verschlechtern.

In China sehen die Arbeitslosenzahlen besser aus, da viele Wanderarbeiter in der Statistik gar nicht erst auftauchen. Offiziell liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei sechs Prozent. Schätzungen aber gehen davon aus, dass rund 70 Millionen Arbeiter aufgrund der Krise ihren Job verloren haben. Wie auch in der Finanzkrise 2008 ziehen sich Millionen in ihre Dörfer im Inland zurück. Das hemmt den Konsum, der in China mittlerweile der wichtigste Wachstumstreiber ist. Der Export trägt nur noch 18 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Das ideologische Vakuum versucht die Kommunistische Partei schon seit längerer Zeit mit Nationalismus zu füllen.

Noch hat das Handelsabkommen zwischen den USA und China seine Gültigkeit. Aber schon werden Stimmen in den USA laut, auch diesen Deal aufzukündigen. Zudem stellt sich die Frage, ob es noch erfüllt werden kann.

Die Aussichten bleiben also schlecht. Für die fulminante Erholung an den internationalen Aktienmärkten besteht demnach ein hohes Restrisiko.

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June 10, 2020

China und die USA im Kampf um die Vormachtstellung in der Welt:

Droht Ungemach für die Börsen?

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Der sogenannte Handelskrieg dauert nun schon zwei volle Jahre und in diesem Zeitraum wurden Strafzölle über Waren im Wert von Hunderten Milliarden Dollar aufgelegt, es gab massive Drohungen und schwierige Verhandlungen.

Das in diesem Jahr unterzeichnete Abkommen über den bilateralen Handel sollte den erhofften Durchbruch bringen. Dann aber kam die Coronakrise und die sorgte für neue atmosphärische Belastungen zwischen den beiden Supermächten.

Auch die jüngst angekündigten Sanktionen gegen Hongkong wegen der Einmischung Pekings in die Autonomie seiner Sonderverwaltungsregion tragen zu den Spannungen bei. Die Sicherheitspolitik im Indopazifik-Raum sowie Beschränkungen bei Technologieexporten und Passagierflügen sind weitere Probleme.
Mit Strafzöllen auf Einfuhren aus China in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar begannen die USA im Juni 2019 den Handelskonflikt . Mittlerweile gibt es  fast auf alle Importe aus China Zölle und Einfuhrbeschränkungen im Wert von mehr als 500 Milliarden US-Dollar. Die Exporte gingen zurück.

Die Konsequenzen für das globale Wachstum sind gravierend.

Trump hatte ursprünglich stets dafür geworben, ein umfassendes Handelsabkommen mit China abzuschließen. Trotz Strafzöllen als Druckmittel ließ Peking sich jedoch nicht einschüchtern. Trump musste dann eine Kehrtwende machen und das Teilabkommen als Erfolg verkaufen. Kritiker monierten, dass der Vertrag letztlich vor allem Probleme gelöst hat, die Trump selbst geschaffen hatte. Zudem gelten die meisten Strafzölle weiter - was das Wachstum schwächt.

Am rechten Rand in Washington halten es manche deswegen sogar für eine Option, amerikanische Schulden an China einfach nicht mehr zurückzuzahlen. Peking ist mit US-Staatsanleihen in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar der größte Gläubiger der USA. Ein solcher Schritt würde den USA zwar kurzfristig Geld sparen und ein Loch in die chinesische Bilanz reißen, langfristig aber die Bonität des Landes massiv verschlechtern.

In China sehen die Arbeitslosenzahlen besser aus, da viele Wanderarbeiter in der Statistik gar nicht erst auftauchen. Offiziell liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei sechs Prozent. Schätzungen aber gehen davon aus, dass rund 70 Millionen Arbeiter aufgrund der Krise ihren Job verloren haben. Wie auch in der Finanzkrise 2008 ziehen sich Millionen in ihre Dörfer im Inland zurück. Das hemmt den Konsum, der in China mittlerweile der wichtigste Wachstumstreiber ist. Der Export trägt nur noch 18 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Das ideologische Vakuum versucht die Kommunistische Partei schon seit längerer Zeit mit Nationalismus zu füllen.

Noch hat das Handelsabkommen zwischen den USA und China seine Gültigkeit. Aber schon werden Stimmen in den USA laut, auch diesen Deal aufzukündigen. Zudem stellt sich die Frage, ob es noch erfüllt werden kann.

Die Aussichten bleiben also schlecht. Für die fulminante Erholung an den internationalen Aktienmärkten besteht demnach ein hohes Restrisiko.

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Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

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