Dow Jones nimmt Anlauf auf die Alltimehighs

Und ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode

Der Dow Jones Index ist der größte Leitindex der Welt. Neben dem S&P Index und der NASDAQ fungiert er als Taktgeber der globalen Börsenlandschaft. Auch der DAX bewegt sich zumeist im Schlepptau der Wallstreet (gemeint ist mit diesem Begriff Dow + NASDAQ) und verfügt nur über ein temporäres Eigenleben in grundsätzlicher Abhängigkeit von New York.

Wenn der Dow Husten hat, fängt sich der DAX eine Lungenentzündung. Wenn der Dow euphorisch ist, explodiert der DAX wie im Rausch.
Deshalb sollte man immer einen Blick auf die charttechnische Verfassung des Dow werfen, wenn man angemessene Urteile und Prognosen über die hinkünftige Entwicklung des DAX treffen will.

Die aktuellen Signale scheinen klar zu sein: Der Dow hat an der Widerstandslinie um 28.100 Punkten kurz innegehalten und muß nun eine wegweisende Richtungsentscheidung treffen. Hier gilt es jetzt: Top oder Flop. Der bisherige Anstieg seit dem 20. März (18.200 Punkte) ist dynamisch, rasant, steil und überhitzend und weist ein unvergleichlich hohes Momentum auf. Die nächste Zielzone liegt beim Allzeithoch von 29.500 Punkten. Bricht der Dow Jones über die 28.100er Zone signifikant aus, wofür es aktuell einige plausible Argumente gibt, kann er das Alltimehigh innerhalb weniger Tage erreichen und das Rallyemomentum noch einmal massiv verschärfen.

Prallt der Index dagegen an diesem Bereich ab, entsteht eine potentiell gefährliche Korrekturlage. Es droht ein unmittelbarer Absturz auf 26.600 Punkte- vielleicht sogar noch tiefer. Allerdings macht der amerikanische Leitindex zur Zeit einen extrem robusten Eindruck und die optimistische Debatte um die angeblich in Kürze bevorstehende Finalisierung und Kommerzialisierung eines Impfstoffes gegen Corona beflügelt die Phantasie der Anleger.

Die Food and Drug Administration (FDA) gab unlängst bekannt, dass sie die Verwendung von Rekonvaleszenzplasma, dem antikörperreichen Blutbestandteil von genesenen Covid-19-Patienten, für die Behandlung schwerer Fälle von Coronavirus infektionen genehmigt hat. Außerdem  wird  in dieser Woche das jährliche geldpolitische Symposium der Federal Reserve Bank (Fed) in Jackson Hole, Wyoming (USA) stattfinden. Hier könnten neue Impulse für eine Zuspitzung der Rallye entstehen, denn natürlich ist die Aufwärtsbewegung seit 2009 liquiditätsgetrieben und sie steht und fällt mit Notenbankbeschlüssen.  

Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, wird am Donnerstag über die aktuelle geldpolitische Situation und das Ziel der Zentralbank sprechen. Die Überprüfung des geldpolitischen Rahmens der Fed wird die Diskussionen widerspiegeln, die sich vor allem um die Herausforderungen dauerhaft niedriger Zinssätze und einer anhaltend niedrigen Inflation drehen.

Die Geldschwemme nimmt immer apokalyptischere Ausmaße an und es gibt zur Aktieninvestition keine sinnvolle Alternative mehr. Um einen Zusammenbruch der weltweiten Konjunktur zu verhindern, können die Zentralbanken die Zinsen praktisch nicht mehr erhöhen. Wer jetzt dem Zombiesystem die Grundlage entzieht, was ordnungspolitisch eigentlich notwendig wäre, riskiert eine Weltwirtschaftskrise. Anleihen, Immobilien und konservative Fonds werfen keine Rendite mehr ab bzw. sind überteuert und kommen wie im Falle der Immobilien für die Mehrheit der Investoren nicht mehr in Frage.  

Also fließt alles Geld in die Aktienmärkte. Diese sind, wie auch der Dow Jones, völlig überbewertet und deutlich rückschlagsgefährdet, doch bis auf vereinzelte crashartige Reaktionen, die sofort wieder zum Nachkauf genutzt werden, ist eine Baisse weit und breit nicht in Sicht. Wie sollte das auch möglich sein, wenn alle historischen Erfahrungen zeigen, dass langfristige Abwärtstrends nur im Rahmen von Zinserhöhungen und damit Liquiditätsentzug denkbar sind.

Und so wird auch der Dow Jones weiter steigen und steigen, bis das Ponzispiel einmal zu Ende ist und das Wehklagen groß wird. Bis dahin fließt noch eine Menge Wasser den Rhein herunter.

Deshalb gilt: Mitspielen und nicht lange nachdenken. Denn mit Rationalität hat das Börsengeschehen seit Alan Greenspans initialer Strategie, die Zinsen dauerhaft zu senken, nichts mehr zu tun. Rational ist deshalb nur die Charttechnik, nicht die zu Grunde liegende Realität der Firmenbewertungen. Ein kluger Anleger weiß dies für sich zu nutzen.

Der Dow wird in den kommenden Monaten immer mal wieder deutlich korrigieren, aber an der Hausse wird dies nichts ändern.

Seit 1997 haben wir im Dow Jones Index folgende Zyklen gesehen:

  • Rallyephase durch Greenspan ausgelöst von 1997 bis 2000: Von 6500 Punkten bis 11.900 Punkte
  • Baisse nach Zinserhöhungen von 2000 bis 2002, Dow fällt von 11.900 bis auf 7.500 Punkte
  • Neue Hausse von 2002 bis 2007, Dow Jones steigt von 7.500 bis auf 14.100 Punkte
  • Weitere Baisse nach der Hypothekenkrise und Zinserhöhungen von 2008 bis März 2009, Dow fällt von 14.100 bis auf 6.500 Punkte
  • Aktuelle Rallye seit März 2009: Dow steigt liquiditätsgetrieben von 6.500 auf temporär 29.500 Punkte. Der Coronabedingte Crash (bis auf 18.200) wird in kürzestem Intervall wieder kompensiert  

Selbst weitere Lockdowns werden dem Trend nichts anhaben können, wohl aber für Mega-Volatilität sorgen. Wir erwarten nach der Präsidentschaftswahl fallende Kurse, die aber spätestens im Frühjahr wieder in eine Turnaroundbewegung münden werden.  

Kursziel Weihnachten 2020: 24.000 Punkte
Kursziel 2021: 31.800 Punkte

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

August 25, 2020

Dow Jones nimmt Anlauf auf die Alltimehighs

Und ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode

Der Dow Jones Index ist der größte Leitindex der Welt. Neben dem S&P Index und der NASDAQ fungiert er als Taktgeber der globalen Börsenlandschaft. Auch der DAX bewegt sich zumeist im Schlepptau der Wallstreet (gemeint ist mit diesem Begriff Dow + NASDAQ) und verfügt nur über ein temporäres Eigenleben in grundsätzlicher Abhängigkeit von New York.

Wenn der Dow Husten hat, fängt sich der DAX eine Lungenentzündung. Wenn der Dow euphorisch ist, explodiert der DAX wie im Rausch.
Deshalb sollte man immer einen Blick auf die charttechnische Verfassung des Dow werfen, wenn man angemessene Urteile und Prognosen über die hinkünftige Entwicklung des DAX treffen will.

Die aktuellen Signale scheinen klar zu sein: Der Dow hat an der Widerstandslinie um 28.100 Punkten kurz innegehalten und muß nun eine wegweisende Richtungsentscheidung treffen. Hier gilt es jetzt: Top oder Flop. Der bisherige Anstieg seit dem 20. März (18.200 Punkte) ist dynamisch, rasant, steil und überhitzend und weist ein unvergleichlich hohes Momentum auf. Die nächste Zielzone liegt beim Allzeithoch von 29.500 Punkten. Bricht der Dow Jones über die 28.100er Zone signifikant aus, wofür es aktuell einige plausible Argumente gibt, kann er das Alltimehigh innerhalb weniger Tage erreichen und das Rallyemomentum noch einmal massiv verschärfen.

Prallt der Index dagegen an diesem Bereich ab, entsteht eine potentiell gefährliche Korrekturlage. Es droht ein unmittelbarer Absturz auf 26.600 Punkte- vielleicht sogar noch tiefer. Allerdings macht der amerikanische Leitindex zur Zeit einen extrem robusten Eindruck und die optimistische Debatte um die angeblich in Kürze bevorstehende Finalisierung und Kommerzialisierung eines Impfstoffes gegen Corona beflügelt die Phantasie der Anleger.

Die Food and Drug Administration (FDA) gab unlängst bekannt, dass sie die Verwendung von Rekonvaleszenzplasma, dem antikörperreichen Blutbestandteil von genesenen Covid-19-Patienten, für die Behandlung schwerer Fälle von Coronavirus infektionen genehmigt hat. Außerdem  wird  in dieser Woche das jährliche geldpolitische Symposium der Federal Reserve Bank (Fed) in Jackson Hole, Wyoming (USA) stattfinden. Hier könnten neue Impulse für eine Zuspitzung der Rallye entstehen, denn natürlich ist die Aufwärtsbewegung seit 2009 liquiditätsgetrieben und sie steht und fällt mit Notenbankbeschlüssen.  

Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, wird am Donnerstag über die aktuelle geldpolitische Situation und das Ziel der Zentralbank sprechen. Die Überprüfung des geldpolitischen Rahmens der Fed wird die Diskussionen widerspiegeln, die sich vor allem um die Herausforderungen dauerhaft niedriger Zinssätze und einer anhaltend niedrigen Inflation drehen.

Die Geldschwemme nimmt immer apokalyptischere Ausmaße an und es gibt zur Aktieninvestition keine sinnvolle Alternative mehr. Um einen Zusammenbruch der weltweiten Konjunktur zu verhindern, können die Zentralbanken die Zinsen praktisch nicht mehr erhöhen. Wer jetzt dem Zombiesystem die Grundlage entzieht, was ordnungspolitisch eigentlich notwendig wäre, riskiert eine Weltwirtschaftskrise. Anleihen, Immobilien und konservative Fonds werfen keine Rendite mehr ab bzw. sind überteuert und kommen wie im Falle der Immobilien für die Mehrheit der Investoren nicht mehr in Frage.  

Also fließt alles Geld in die Aktienmärkte. Diese sind, wie auch der Dow Jones, völlig überbewertet und deutlich rückschlagsgefährdet, doch bis auf vereinzelte crashartige Reaktionen, die sofort wieder zum Nachkauf genutzt werden, ist eine Baisse weit und breit nicht in Sicht. Wie sollte das auch möglich sein, wenn alle historischen Erfahrungen zeigen, dass langfristige Abwärtstrends nur im Rahmen von Zinserhöhungen und damit Liquiditätsentzug denkbar sind.

Und so wird auch der Dow Jones weiter steigen und steigen, bis das Ponzispiel einmal zu Ende ist und das Wehklagen groß wird. Bis dahin fließt noch eine Menge Wasser den Rhein herunter.

Deshalb gilt: Mitspielen und nicht lange nachdenken. Denn mit Rationalität hat das Börsengeschehen seit Alan Greenspans initialer Strategie, die Zinsen dauerhaft zu senken, nichts mehr zu tun. Rational ist deshalb nur die Charttechnik, nicht die zu Grunde liegende Realität der Firmenbewertungen. Ein kluger Anleger weiß dies für sich zu nutzen.

Der Dow wird in den kommenden Monaten immer mal wieder deutlich korrigieren, aber an der Hausse wird dies nichts ändern.

Seit 1997 haben wir im Dow Jones Index folgende Zyklen gesehen:

  • Rallyephase durch Greenspan ausgelöst von 1997 bis 2000: Von 6500 Punkten bis 11.900 Punkte
  • Baisse nach Zinserhöhungen von 2000 bis 2002, Dow fällt von 11.900 bis auf 7.500 Punkte
  • Neue Hausse von 2002 bis 2007, Dow Jones steigt von 7.500 bis auf 14.100 Punkte
  • Weitere Baisse nach der Hypothekenkrise und Zinserhöhungen von 2008 bis März 2009, Dow fällt von 14.100 bis auf 6.500 Punkte
  • Aktuelle Rallye seit März 2009: Dow steigt liquiditätsgetrieben von 6.500 auf temporär 29.500 Punkte. Der Coronabedingte Crash (bis auf 18.200) wird in kürzestem Intervall wieder kompensiert  

Selbst weitere Lockdowns werden dem Trend nichts anhaben können, wohl aber für Mega-Volatilität sorgen. Wir erwarten nach der Präsidentschaftswahl fallende Kurse, die aber spätestens im Frühjahr wieder in eine Turnaroundbewegung münden werden.  

Kursziel Weihnachten 2020: 24.000 Punkte
Kursziel 2021: 31.800 Punkte

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

August 25, 2020

Dow Jones nimmt Anlauf auf die Alltimehighs

Und ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode

Der Dow Jones Index ist der größte Leitindex der Welt. Neben dem S&P Index und der NASDAQ fungiert er als Taktgeber der globalen Börsenlandschaft. Auch der DAX bewegt sich zumeist im Schlepptau der Wallstreet (gemeint ist mit diesem Begriff Dow + NASDAQ) und verfügt nur über ein temporäres Eigenleben in grundsätzlicher Abhängigkeit von New York.

Wenn der Dow Husten hat, fängt sich der DAX eine Lungenentzündung. Wenn der Dow euphorisch ist, explodiert der DAX wie im Rausch.
Deshalb sollte man immer einen Blick auf die charttechnische Verfassung des Dow werfen, wenn man angemessene Urteile und Prognosen über die hinkünftige Entwicklung des DAX treffen will.

Die aktuellen Signale scheinen klar zu sein: Der Dow hat an der Widerstandslinie um 28.100 Punkten kurz innegehalten und muß nun eine wegweisende Richtungsentscheidung treffen. Hier gilt es jetzt: Top oder Flop. Der bisherige Anstieg seit dem 20. März (18.200 Punkte) ist dynamisch, rasant, steil und überhitzend und weist ein unvergleichlich hohes Momentum auf. Die nächste Zielzone liegt beim Allzeithoch von 29.500 Punkten. Bricht der Dow Jones über die 28.100er Zone signifikant aus, wofür es aktuell einige plausible Argumente gibt, kann er das Alltimehigh innerhalb weniger Tage erreichen und das Rallyemomentum noch einmal massiv verschärfen.

Prallt der Index dagegen an diesem Bereich ab, entsteht eine potentiell gefährliche Korrekturlage. Es droht ein unmittelbarer Absturz auf 26.600 Punkte- vielleicht sogar noch tiefer. Allerdings macht der amerikanische Leitindex zur Zeit einen extrem robusten Eindruck und die optimistische Debatte um die angeblich in Kürze bevorstehende Finalisierung und Kommerzialisierung eines Impfstoffes gegen Corona beflügelt die Phantasie der Anleger.

Die Food and Drug Administration (FDA) gab unlängst bekannt, dass sie die Verwendung von Rekonvaleszenzplasma, dem antikörperreichen Blutbestandteil von genesenen Covid-19-Patienten, für die Behandlung schwerer Fälle von Coronavirus infektionen genehmigt hat. Außerdem  wird  in dieser Woche das jährliche geldpolitische Symposium der Federal Reserve Bank (Fed) in Jackson Hole, Wyoming (USA) stattfinden. Hier könnten neue Impulse für eine Zuspitzung der Rallye entstehen, denn natürlich ist die Aufwärtsbewegung seit 2009 liquiditätsgetrieben und sie steht und fällt mit Notenbankbeschlüssen.  

Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, wird am Donnerstag über die aktuelle geldpolitische Situation und das Ziel der Zentralbank sprechen. Die Überprüfung des geldpolitischen Rahmens der Fed wird die Diskussionen widerspiegeln, die sich vor allem um die Herausforderungen dauerhaft niedriger Zinssätze und einer anhaltend niedrigen Inflation drehen.

Die Geldschwemme nimmt immer apokalyptischere Ausmaße an und es gibt zur Aktieninvestition keine sinnvolle Alternative mehr. Um einen Zusammenbruch der weltweiten Konjunktur zu verhindern, können die Zentralbanken die Zinsen praktisch nicht mehr erhöhen. Wer jetzt dem Zombiesystem die Grundlage entzieht, was ordnungspolitisch eigentlich notwendig wäre, riskiert eine Weltwirtschaftskrise. Anleihen, Immobilien und konservative Fonds werfen keine Rendite mehr ab bzw. sind überteuert und kommen wie im Falle der Immobilien für die Mehrheit der Investoren nicht mehr in Frage.  

Also fließt alles Geld in die Aktienmärkte. Diese sind, wie auch der Dow Jones, völlig überbewertet und deutlich rückschlagsgefährdet, doch bis auf vereinzelte crashartige Reaktionen, die sofort wieder zum Nachkauf genutzt werden, ist eine Baisse weit und breit nicht in Sicht. Wie sollte das auch möglich sein, wenn alle historischen Erfahrungen zeigen, dass langfristige Abwärtstrends nur im Rahmen von Zinserhöhungen und damit Liquiditätsentzug denkbar sind.

Und so wird auch der Dow Jones weiter steigen und steigen, bis das Ponzispiel einmal zu Ende ist und das Wehklagen groß wird. Bis dahin fließt noch eine Menge Wasser den Rhein herunter.

Deshalb gilt: Mitspielen und nicht lange nachdenken. Denn mit Rationalität hat das Börsengeschehen seit Alan Greenspans initialer Strategie, die Zinsen dauerhaft zu senken, nichts mehr zu tun. Rational ist deshalb nur die Charttechnik, nicht die zu Grunde liegende Realität der Firmenbewertungen. Ein kluger Anleger weiß dies für sich zu nutzen.

Der Dow wird in den kommenden Monaten immer mal wieder deutlich korrigieren, aber an der Hausse wird dies nichts ändern.

Seit 1997 haben wir im Dow Jones Index folgende Zyklen gesehen:

  • Rallyephase durch Greenspan ausgelöst von 1997 bis 2000: Von 6500 Punkten bis 11.900 Punkte
  • Baisse nach Zinserhöhungen von 2000 bis 2002, Dow fällt von 11.900 bis auf 7.500 Punkte
  • Neue Hausse von 2002 bis 2007, Dow Jones steigt von 7.500 bis auf 14.100 Punkte
  • Weitere Baisse nach der Hypothekenkrise und Zinserhöhungen von 2008 bis März 2009, Dow fällt von 14.100 bis auf 6.500 Punkte
  • Aktuelle Rallye seit März 2009: Dow steigt liquiditätsgetrieben von 6.500 auf temporär 29.500 Punkte. Der Coronabedingte Crash (bis auf 18.200) wird in kürzestem Intervall wieder kompensiert  

Selbst weitere Lockdowns werden dem Trend nichts anhaben können, wohl aber für Mega-Volatilität sorgen. Wir erwarten nach der Präsidentschaftswahl fallende Kurse, die aber spätestens im Frühjahr wieder in eine Turnaroundbewegung münden werden.  

Kursziel Weihnachten 2020: 24.000 Punkte
Kursziel 2021: 31.800 Punkte

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

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