Grenke: Quartalszahlen und neue Unternehmensstruktur!

Die Bilanzsumme des GRENKE-Konzerns erhöhte sich zum Stichtag 30. September

Der von schweren Betrugsvorwürfen gebeutelte Baden Badener Leasingkonzern Grenke (ISIN: DE000A161N30 WKN WKN: A161N3) reagiert nun mit weitreichenden organisatorischen Veränderungen auf das mediale Desaster der letzten Monate. Zwar haben sich die immensen fundamentalen Anschuldigungen des britischen Investors Fraser Perring augenscheinlich größtenteils nicht bewahrheitet, der Imageschaden in der Öffentlichkeit und bei Investorenkreisen bleibt jedoch erst einmal gewaltig.

Weil es unter den momentanen unternehmens strukturellen Gegebenheiten nicht möglich ist, Anlegervertrauen wiederherzustellen, zieht man nun tiefgreifende Konsequenzen.  

Das bisherige Franchise Modell gibt Grenke auf und integriert die Gesellschaften in den Konzern, zudem wird der Vorstand um einen Risikochef ergänzt.
Vorstandsmitglied Sebastian Hirsch ist überdies künftig auch Finanzchef, und die Vorstandsvorsitzende Antje Leminsky übernimmt zusätzlich die Verantwortung für die Interne Revision. Dadurch soll mehr Transparenz für den Kapitalmarkt geschaffen werden.

Zeitgleich veröffentlichte das Unternehmen auch die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen.  Das Zinsergebnis wurde im 3.Quartal deutlich gesteigert. Der Shortseller Angriff, dem sich das Unternehmen seit dem 15. September 2020 ausgesetzt sieht, blieb überraschenderweise  im 3. Quartal 2020 ohne nennenswerte Auswirkungen auf das laufende Geschäft.Das sind freilich gute Nachrichten für alle bereits Investierten und auch für potentielle Neuinvestoren. Offensichtlich ist die Substanz des Geschäftsmodells stabil und die Aussichten für künftiges Wachstum ausgezeichnet.

Die orchestrierte Attacke auf die Integrität der Gesellschaft scheint tatsächlich ins Leere zu laufen.  

Im 3. Quartal 2020 erwirtschaftete Grenke ein Zinsergebnis von 96,0 Mio. Euro und erzielte damit in dem weiter durch Corona geprägten Wirtschaftsumfeld einen Zuwachs um 2,5% gegenüber dem Vorjahresquartal.

Das erfolgreiche Management ist zuversichtlich, durch die breite Unterstützung von Kunden, Investoren und Mitarbeitern auch weiterhin zwei Wellen (Corona und Shortselling) zeitgleich bezwingen zu können. Mit einer risikoadjustierten Steuerung des Neugeschäfts, ausreichend hoher Liquidität und einem angemessenen Sparkurs scheint man für die kommenden Monate gut gerüstet.

Die Schadensabwicklung und Risikovorsorge des Konzerns stieg infolge der COVID-19-Pandemie gegenüber dem Vorjahresquartal um 51,7% und betrug im 3. Quartal 2020 48,8 Mio. Euro (Q3 2019: 32,2 Mio. Euro). Gemäß IFRS 9 sind in dieser Position nicht nur bereits eingetretene, sondern auch erwartete Wertminderungen erfasst. Die daraus resultierende Schadenquote lag im 3. Quartal 2020 bei 2,2% und damit unter dem selbstgesetzten Zielwert von 2,3% für das Geschäftsjahr 2020.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie haben sich die längerfristigen wirtschaftlichen Aussichten in einigen Ländern im Oktober 2020 nochmals eingetrübt. Deshalb hat der Konzern zum 30. September 2020 eine außerordentliche Abschreibung auf den Goodwill der Leasinggesellschaften in der Türkei, Brasilien und Polen sowie für die Factoringgesellschaft in der Schweiz in Höhe von insgesamt 7,1 Mio. EUR vorgenommen.

Das operative Ergebnis des 3. Quartals 2020 sank infolge der gestiegenen Risikovorsorge und der Goodwillabschreibungen um 39,9% auf 25,9 Mio. Euro (Q3 2019: 43,2 Mio. Euro). Der Gewinn vor Steuern verringert sich um 46,3% auf 22,9 Mio. Euro (Q3 2019: 42,7 Mio. Euro). Zum vergleichsweise stärkeren Rückgang des Gewinns vor Steuern trugen i.W. die sonstigen Zinsaufwendungen bei, die auf 3,4 Mio. Euro (Q3 2019: 1,2 Mio. Euro) zunahmen. Diese resultieren unter anderem aus Negativzinsen, die das Unternehmen für seine Guthaben bei der Deutschen Bundesbank entrichten muss.

Da die Wertminderungen auf die Firmenwerte nicht steuerlich abzugsfähig waren, stieg die Steuerquote im 3. Quartal 2020 auf 22,7% (Q3 2019: 16,6%). Auf dieser Basis ergab sich im Berichtsquartal ein um 50,3% rückläufiger Gewinn von 17,7 Mio. Euro (Q3 2019: 35,6 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,38 Euro (Q3 2019: 0,77 Euro).

Unverändert erfolgreich ist das eSignature-Verfahren, mit dem im 3. Quartal 2020 rund 30% aller Leasingverträge vollständig digital abgewickelt wurden.
Die durchschnittliche Anzahl der im GRENKE Konzern Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,0% auf 1.761 Mitarbeitende an. Die Personalaufwendungen im 3. Quartal 2020 lagen bei 26,0 Mio. Euro und waren somit um 8,9% niedriger als im Vorjahr (Q3 2019: 28,5 Mio. Euro). Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand verringerte sich um 4,4% auf 18,5 Mio. Euro nach 19,3 Mio. Euro im Vorjahresquartal.

Die Bilanzsumme des GRENKE-Konzerns erhöhte sich zum Stichtag 30. September 2020 gegenüber dem Stand zum Ende des Geschäftsjahres 2019 um 3,4% auf 7,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 7,1 Mrd. Euro). Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Zunahme der Zahlungsmittel, die sich zum Stichtag auf 0,8 Mrd. Euro beliefen (31. Dezember 2019: 0,4 Mrd. Euro). Die Bilanzstruktur des Konzerns ist mit einer Eigenkapitalquote von 17,1% solide und lag über der langfristigen Orientierungsmarke von 16,0%.

Wir gehen davon aus, daß das Unternehmen weiter auf Expansionskurs bleibt und die zurückliegenden Verwerfungen gut übersteht. Mutigen Investoren eröffnen sich heute schon attraktive Einstiegsgelegenheiten um 35 Euro. Die im Frühling schon mehrfach erreichten 80 Euro stellen nun das erste kurzfristige Aktienkurs-Projektionsziel dar.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

November 9, 2020

Grenke: Quartalszahlen und neue Unternehmensstruktur!

Die Bilanzsumme des GRENKE-Konzerns erhöhte sich zum Stichtag 30. September

Der von schweren Betrugsvorwürfen gebeutelte Baden Badener Leasingkonzern Grenke (ISIN: DE000A161N30 WKN WKN: A161N3) reagiert nun mit weitreichenden organisatorischen Veränderungen auf das mediale Desaster der letzten Monate. Zwar haben sich die immensen fundamentalen Anschuldigungen des britischen Investors Fraser Perring augenscheinlich größtenteils nicht bewahrheitet, der Imageschaden in der Öffentlichkeit und bei Investorenkreisen bleibt jedoch erst einmal gewaltig.

Weil es unter den momentanen unternehmens strukturellen Gegebenheiten nicht möglich ist, Anlegervertrauen wiederherzustellen, zieht man nun tiefgreifende Konsequenzen.  

Das bisherige Franchise Modell gibt Grenke auf und integriert die Gesellschaften in den Konzern, zudem wird der Vorstand um einen Risikochef ergänzt.
Vorstandsmitglied Sebastian Hirsch ist überdies künftig auch Finanzchef, und die Vorstandsvorsitzende Antje Leminsky übernimmt zusätzlich die Verantwortung für die Interne Revision. Dadurch soll mehr Transparenz für den Kapitalmarkt geschaffen werden.

Zeitgleich veröffentlichte das Unternehmen auch die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen.  Das Zinsergebnis wurde im 3.Quartal deutlich gesteigert. Der Shortseller Angriff, dem sich das Unternehmen seit dem 15. September 2020 ausgesetzt sieht, blieb überraschenderweise  im 3. Quartal 2020 ohne nennenswerte Auswirkungen auf das laufende Geschäft.Das sind freilich gute Nachrichten für alle bereits Investierten und auch für potentielle Neuinvestoren. Offensichtlich ist die Substanz des Geschäftsmodells stabil und die Aussichten für künftiges Wachstum ausgezeichnet.

Die orchestrierte Attacke auf die Integrität der Gesellschaft scheint tatsächlich ins Leere zu laufen.  

Im 3. Quartal 2020 erwirtschaftete Grenke ein Zinsergebnis von 96,0 Mio. Euro und erzielte damit in dem weiter durch Corona geprägten Wirtschaftsumfeld einen Zuwachs um 2,5% gegenüber dem Vorjahresquartal.

Das erfolgreiche Management ist zuversichtlich, durch die breite Unterstützung von Kunden, Investoren und Mitarbeitern auch weiterhin zwei Wellen (Corona und Shortselling) zeitgleich bezwingen zu können. Mit einer risikoadjustierten Steuerung des Neugeschäfts, ausreichend hoher Liquidität und einem angemessenen Sparkurs scheint man für die kommenden Monate gut gerüstet.

Die Schadensabwicklung und Risikovorsorge des Konzerns stieg infolge der COVID-19-Pandemie gegenüber dem Vorjahresquartal um 51,7% und betrug im 3. Quartal 2020 48,8 Mio. Euro (Q3 2019: 32,2 Mio. Euro). Gemäß IFRS 9 sind in dieser Position nicht nur bereits eingetretene, sondern auch erwartete Wertminderungen erfasst. Die daraus resultierende Schadenquote lag im 3. Quartal 2020 bei 2,2% und damit unter dem selbstgesetzten Zielwert von 2,3% für das Geschäftsjahr 2020.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie haben sich die längerfristigen wirtschaftlichen Aussichten in einigen Ländern im Oktober 2020 nochmals eingetrübt. Deshalb hat der Konzern zum 30. September 2020 eine außerordentliche Abschreibung auf den Goodwill der Leasinggesellschaften in der Türkei, Brasilien und Polen sowie für die Factoringgesellschaft in der Schweiz in Höhe von insgesamt 7,1 Mio. EUR vorgenommen.

Das operative Ergebnis des 3. Quartals 2020 sank infolge der gestiegenen Risikovorsorge und der Goodwillabschreibungen um 39,9% auf 25,9 Mio. Euro (Q3 2019: 43,2 Mio. Euro). Der Gewinn vor Steuern verringert sich um 46,3% auf 22,9 Mio. Euro (Q3 2019: 42,7 Mio. Euro). Zum vergleichsweise stärkeren Rückgang des Gewinns vor Steuern trugen i.W. die sonstigen Zinsaufwendungen bei, die auf 3,4 Mio. Euro (Q3 2019: 1,2 Mio. Euro) zunahmen. Diese resultieren unter anderem aus Negativzinsen, die das Unternehmen für seine Guthaben bei der Deutschen Bundesbank entrichten muss.

Da die Wertminderungen auf die Firmenwerte nicht steuerlich abzugsfähig waren, stieg die Steuerquote im 3. Quartal 2020 auf 22,7% (Q3 2019: 16,6%). Auf dieser Basis ergab sich im Berichtsquartal ein um 50,3% rückläufiger Gewinn von 17,7 Mio. Euro (Q3 2019: 35,6 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,38 Euro (Q3 2019: 0,77 Euro).

Unverändert erfolgreich ist das eSignature-Verfahren, mit dem im 3. Quartal 2020 rund 30% aller Leasingverträge vollständig digital abgewickelt wurden.
Die durchschnittliche Anzahl der im GRENKE Konzern Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,0% auf 1.761 Mitarbeitende an. Die Personalaufwendungen im 3. Quartal 2020 lagen bei 26,0 Mio. Euro und waren somit um 8,9% niedriger als im Vorjahr (Q3 2019: 28,5 Mio. Euro). Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand verringerte sich um 4,4% auf 18,5 Mio. Euro nach 19,3 Mio. Euro im Vorjahresquartal.

Die Bilanzsumme des GRENKE-Konzerns erhöhte sich zum Stichtag 30. September 2020 gegenüber dem Stand zum Ende des Geschäftsjahres 2019 um 3,4% auf 7,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 7,1 Mrd. Euro). Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Zunahme der Zahlungsmittel, die sich zum Stichtag auf 0,8 Mrd. Euro beliefen (31. Dezember 2019: 0,4 Mrd. Euro). Die Bilanzstruktur des Konzerns ist mit einer Eigenkapitalquote von 17,1% solide und lag über der langfristigen Orientierungsmarke von 16,0%.

Wir gehen davon aus, daß das Unternehmen weiter auf Expansionskurs bleibt und die zurückliegenden Verwerfungen gut übersteht. Mutigen Investoren eröffnen sich heute schon attraktive Einstiegsgelegenheiten um 35 Euro. Die im Frühling schon mehrfach erreichten 80 Euro stellen nun das erste kurzfristige Aktienkurs-Projektionsziel dar.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

November 9, 2020

Grenke: Quartalszahlen und neue Unternehmensstruktur!

Die Bilanzsumme des GRENKE-Konzerns erhöhte sich zum Stichtag 30. September

Der von schweren Betrugsvorwürfen gebeutelte Baden Badener Leasingkonzern Grenke (ISIN: DE000A161N30 WKN WKN: A161N3) reagiert nun mit weitreichenden organisatorischen Veränderungen auf das mediale Desaster der letzten Monate. Zwar haben sich die immensen fundamentalen Anschuldigungen des britischen Investors Fraser Perring augenscheinlich größtenteils nicht bewahrheitet, der Imageschaden in der Öffentlichkeit und bei Investorenkreisen bleibt jedoch erst einmal gewaltig.

Weil es unter den momentanen unternehmens strukturellen Gegebenheiten nicht möglich ist, Anlegervertrauen wiederherzustellen, zieht man nun tiefgreifende Konsequenzen.  

Das bisherige Franchise Modell gibt Grenke auf und integriert die Gesellschaften in den Konzern, zudem wird der Vorstand um einen Risikochef ergänzt.
Vorstandsmitglied Sebastian Hirsch ist überdies künftig auch Finanzchef, und die Vorstandsvorsitzende Antje Leminsky übernimmt zusätzlich die Verantwortung für die Interne Revision. Dadurch soll mehr Transparenz für den Kapitalmarkt geschaffen werden.

Zeitgleich veröffentlichte das Unternehmen auch die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen.  Das Zinsergebnis wurde im 3.Quartal deutlich gesteigert. Der Shortseller Angriff, dem sich das Unternehmen seit dem 15. September 2020 ausgesetzt sieht, blieb überraschenderweise  im 3. Quartal 2020 ohne nennenswerte Auswirkungen auf das laufende Geschäft.Das sind freilich gute Nachrichten für alle bereits Investierten und auch für potentielle Neuinvestoren. Offensichtlich ist die Substanz des Geschäftsmodells stabil und die Aussichten für künftiges Wachstum ausgezeichnet.

Die orchestrierte Attacke auf die Integrität der Gesellschaft scheint tatsächlich ins Leere zu laufen.  

Im 3. Quartal 2020 erwirtschaftete Grenke ein Zinsergebnis von 96,0 Mio. Euro und erzielte damit in dem weiter durch Corona geprägten Wirtschaftsumfeld einen Zuwachs um 2,5% gegenüber dem Vorjahresquartal.

Das erfolgreiche Management ist zuversichtlich, durch die breite Unterstützung von Kunden, Investoren und Mitarbeitern auch weiterhin zwei Wellen (Corona und Shortselling) zeitgleich bezwingen zu können. Mit einer risikoadjustierten Steuerung des Neugeschäfts, ausreichend hoher Liquidität und einem angemessenen Sparkurs scheint man für die kommenden Monate gut gerüstet.

Die Schadensabwicklung und Risikovorsorge des Konzerns stieg infolge der COVID-19-Pandemie gegenüber dem Vorjahresquartal um 51,7% und betrug im 3. Quartal 2020 48,8 Mio. Euro (Q3 2019: 32,2 Mio. Euro). Gemäß IFRS 9 sind in dieser Position nicht nur bereits eingetretene, sondern auch erwartete Wertminderungen erfasst. Die daraus resultierende Schadenquote lag im 3. Quartal 2020 bei 2,2% und damit unter dem selbstgesetzten Zielwert von 2,3% für das Geschäftsjahr 2020.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie haben sich die längerfristigen wirtschaftlichen Aussichten in einigen Ländern im Oktober 2020 nochmals eingetrübt. Deshalb hat der Konzern zum 30. September 2020 eine außerordentliche Abschreibung auf den Goodwill der Leasinggesellschaften in der Türkei, Brasilien und Polen sowie für die Factoringgesellschaft in der Schweiz in Höhe von insgesamt 7,1 Mio. EUR vorgenommen.

Das operative Ergebnis des 3. Quartals 2020 sank infolge der gestiegenen Risikovorsorge und der Goodwillabschreibungen um 39,9% auf 25,9 Mio. Euro (Q3 2019: 43,2 Mio. Euro). Der Gewinn vor Steuern verringert sich um 46,3% auf 22,9 Mio. Euro (Q3 2019: 42,7 Mio. Euro). Zum vergleichsweise stärkeren Rückgang des Gewinns vor Steuern trugen i.W. die sonstigen Zinsaufwendungen bei, die auf 3,4 Mio. Euro (Q3 2019: 1,2 Mio. Euro) zunahmen. Diese resultieren unter anderem aus Negativzinsen, die das Unternehmen für seine Guthaben bei der Deutschen Bundesbank entrichten muss.

Da die Wertminderungen auf die Firmenwerte nicht steuerlich abzugsfähig waren, stieg die Steuerquote im 3. Quartal 2020 auf 22,7% (Q3 2019: 16,6%). Auf dieser Basis ergab sich im Berichtsquartal ein um 50,3% rückläufiger Gewinn von 17,7 Mio. Euro (Q3 2019: 35,6 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,38 Euro (Q3 2019: 0,77 Euro).

Unverändert erfolgreich ist das eSignature-Verfahren, mit dem im 3. Quartal 2020 rund 30% aller Leasingverträge vollständig digital abgewickelt wurden.
Die durchschnittliche Anzahl der im GRENKE Konzern Beschäftigten stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 3,0% auf 1.761 Mitarbeitende an. Die Personalaufwendungen im 3. Quartal 2020 lagen bei 26,0 Mio. Euro und waren somit um 8,9% niedriger als im Vorjahr (Q3 2019: 28,5 Mio. Euro). Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand verringerte sich um 4,4% auf 18,5 Mio. Euro nach 19,3 Mio. Euro im Vorjahresquartal.

Die Bilanzsumme des GRENKE-Konzerns erhöhte sich zum Stichtag 30. September 2020 gegenüber dem Stand zum Ende des Geschäftsjahres 2019 um 3,4% auf 7,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 7,1 Mrd. Euro). Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Zunahme der Zahlungsmittel, die sich zum Stichtag auf 0,8 Mrd. Euro beliefen (31. Dezember 2019: 0,4 Mrd. Euro). Die Bilanzstruktur des Konzerns ist mit einer Eigenkapitalquote von 17,1% solide und lag über der langfristigen Orientierungsmarke von 16,0%.

Wir gehen davon aus, daß das Unternehmen weiter auf Expansionskurs bleibt und die zurückliegenden Verwerfungen gut übersteht. Mutigen Investoren eröffnen sich heute schon attraktive Einstiegsgelegenheiten um 35 Euro. Die im Frühling schon mehrfach erreichten 80 Euro stellen nun das erste kurzfristige Aktienkurs-Projektionsziel dar.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

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