Linde bleibt auch in Corona-Zeiten Fels in der Brandung: Kommt nun die Wasserstoff-Revolution?

Es gibt sie noch, die großen, schier unverwüstlichen zuverlässigen Industriewerte aus Deutschland.

Auch wenn die Linde plc (ISIN: IE00BZ12WP82 ; WKN: A2DSYC) heute offiziell ein britisches Unternehmen ist, was den deutschen Fiskus nicht freut, die deutschen Anleger aber weniger anficht, weil das Unternehmen nach wie vor den DAX schmückt, darf der Münchener Konzern getrost den Leitspruch “stabil wie eine deutsche Eiche” für sich reklamieren.

Selbst in Zeiten der um sich greifenden Corona-Pandemie leidet die bayerische Gase-Gesellschaft  weniger als ihre internationalen Wettbewerber.  Aus diesem Grund sollten findige Privatinvestoren auch wieder ein Auge auf den Marktführer werfen. Zumal man sich nun ganz neue Geschäftsfelder erschließen möchte.  

Das große Modethema Wasserstoff geht auch an der Linde plc nicht geräuschlos vorüber.
Zukünftig will man nämlich das Geschäft mit grünem Wasserstoff massiv ausbauen. Die Dekarbonisierung, also die Senkung des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid, ist überall auf der Welt der große Trend. Europa beispielsweise beabsichtigt, seine Konjunkturprogramme mit der Reduzierung von CO2 zu verknüpfen. Grüner Wasserstoff, der durch erneuerbare Energien gewonnen wird, soll dabei eine große Rolle spielen. Das gilt auch für China, Südkorea und Japan.

Das Fundament für die Wasserstoff-Offensive ist gelegt:

Linde macht heute mehr als zwei Milliarden Dollar Umsatz mit der Produktion, dem Vertrieb, der Speicherung und der Anwendung von Wasserstoff. Und angesichts der erwarteten Investitionsvorhaben von mehr als 100 Milliarden Dollar könnte sich das  Wasserstoffgeschäft in Zukunft vervierfachen. Gerade bei großen Transportmitteln wie Lastwagen, Zügen, Fähren und Bussen könnte sich Wasserstoff zuerst durchsetzen. Denn bei größeren Fahrzeugen und bei Schiffen stehen die Zuladung sowie die Befüllungszeiten im Vordergrund.

Das Management hat den Industriegase-Leader gut positioniert:

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll im laufenden Jahr währungsbedingt im mittleren bis hohen einstelligen Bereich zulegen. Im schlechtesten Fall, coronabedingt, rechnet das Linde- Team beim Ergebnis mit einem Rückgang im niedrigen einstelligen Bereich. 2019 erwirtschaftete Linde einen bereinigten Gewinn je Aktie von 7,34 Dollar. Doch die Konkurrenz wird von den Corona-Verwerfungen wesentlich härter getroffen, so dass man auch diese Extrapolation als echtes Husarenstück betrachten kann.

Die Auswirkungen der weltweiten Coronavirus-Pandemie treffen deshalb die Geschäfte von Linde nicht so stark wie viele seiner Kunden. Das Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr bleibt somit attraktiv.

Linde ist der weltgrößte Anbieter von Industriegasen und beliefert die Auto-, Öl, Chemie- und Metallindustrie genauso wie Lebensmittelhersteller und Krankenhäuser. Den Löwenanteil seiner Umsätze und Gewinne erwirtschaftet Linde in Amerika, jeweils gut 20 Prozent der Erlöse kommen aus Europa und Asien. Die Linde AG und der kleinere, aber profitablere US-Konkurrent Praxair hatten sich 2018 zum Weltmarktführer für Industriegas zusammengeschlossen. Weltweit beschäftigt die neue Linde plc 80 000 Mitarbeiter. Hauptaktionäre sind angelsächsische Investoren.

Konzernvorstand Angel setzt auf angelsächsische Profitabilität.

Dies kam Linde 2019 zugute - trotz schwacher Konjunktur machte der Konzern mehr Gewinn. Um noch profitabler zu werden, will Angel im deutschen Gasgeschäft 834 der rund 7000 Stellen abbauen. Wegen des steigenden Bedarfs an Emissionsausgleichen zum Erreichen der Klimaziele könnten sowohl Firmen mit Kohlenstoff-Speicher-Technologien, wie auch Windkraftanlagen-Betreiber große Gewinner werden. Also auch Linde plc.

Linde plc scheint  robuster als in der Krise 2008/2009 zu sein und verfügt über eine stärkere Bilanz. DIe Investitionsausgaben werden wohl gesenkt. Für das Gesamtjahr 2020 rechnen wir mit einem stabilen Ebitda.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

July 8, 2020

Linde bleibt auch in Corona-Zeiten Fels in der Brandung: Kommt nun die Wasserstoff-Revolution?

Es gibt sie noch, die großen, schier unverwüstlichen zuverlässigen Industriewerte aus Deutschland.

Auch wenn die Linde plc (ISIN: IE00BZ12WP82 ; WKN: A2DSYC) heute offiziell ein britisches Unternehmen ist, was den deutschen Fiskus nicht freut, die deutschen Anleger aber weniger anficht, weil das Unternehmen nach wie vor den DAX schmückt, darf der Münchener Konzern getrost den Leitspruch “stabil wie eine deutsche Eiche” für sich reklamieren.

Selbst in Zeiten der um sich greifenden Corona-Pandemie leidet die bayerische Gase-Gesellschaft  weniger als ihre internationalen Wettbewerber.  Aus diesem Grund sollten findige Privatinvestoren auch wieder ein Auge auf den Marktführer werfen. Zumal man sich nun ganz neue Geschäftsfelder erschließen möchte.  

Das große Modethema Wasserstoff geht auch an der Linde plc nicht geräuschlos vorüber.
Zukünftig will man nämlich das Geschäft mit grünem Wasserstoff massiv ausbauen. Die Dekarbonisierung, also die Senkung des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid, ist überall auf der Welt der große Trend. Europa beispielsweise beabsichtigt, seine Konjunkturprogramme mit der Reduzierung von CO2 zu verknüpfen. Grüner Wasserstoff, der durch erneuerbare Energien gewonnen wird, soll dabei eine große Rolle spielen. Das gilt auch für China, Südkorea und Japan.

Das Fundament für die Wasserstoff-Offensive ist gelegt:

Linde macht heute mehr als zwei Milliarden Dollar Umsatz mit der Produktion, dem Vertrieb, der Speicherung und der Anwendung von Wasserstoff. Und angesichts der erwarteten Investitionsvorhaben von mehr als 100 Milliarden Dollar könnte sich das  Wasserstoffgeschäft in Zukunft vervierfachen. Gerade bei großen Transportmitteln wie Lastwagen, Zügen, Fähren und Bussen könnte sich Wasserstoff zuerst durchsetzen. Denn bei größeren Fahrzeugen und bei Schiffen stehen die Zuladung sowie die Befüllungszeiten im Vordergrund.

Das Management hat den Industriegase-Leader gut positioniert:

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll im laufenden Jahr währungsbedingt im mittleren bis hohen einstelligen Bereich zulegen. Im schlechtesten Fall, coronabedingt, rechnet das Linde- Team beim Ergebnis mit einem Rückgang im niedrigen einstelligen Bereich. 2019 erwirtschaftete Linde einen bereinigten Gewinn je Aktie von 7,34 Dollar. Doch die Konkurrenz wird von den Corona-Verwerfungen wesentlich härter getroffen, so dass man auch diese Extrapolation als echtes Husarenstück betrachten kann.

Die Auswirkungen der weltweiten Coronavirus-Pandemie treffen deshalb die Geschäfte von Linde nicht so stark wie viele seiner Kunden. Das Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr bleibt somit attraktiv.

Linde ist der weltgrößte Anbieter von Industriegasen und beliefert die Auto-, Öl, Chemie- und Metallindustrie genauso wie Lebensmittelhersteller und Krankenhäuser. Den Löwenanteil seiner Umsätze und Gewinne erwirtschaftet Linde in Amerika, jeweils gut 20 Prozent der Erlöse kommen aus Europa und Asien. Die Linde AG und der kleinere, aber profitablere US-Konkurrent Praxair hatten sich 2018 zum Weltmarktführer für Industriegas zusammengeschlossen. Weltweit beschäftigt die neue Linde plc 80 000 Mitarbeiter. Hauptaktionäre sind angelsächsische Investoren.

Konzernvorstand Angel setzt auf angelsächsische Profitabilität.

Dies kam Linde 2019 zugute - trotz schwacher Konjunktur machte der Konzern mehr Gewinn. Um noch profitabler zu werden, will Angel im deutschen Gasgeschäft 834 der rund 7000 Stellen abbauen. Wegen des steigenden Bedarfs an Emissionsausgleichen zum Erreichen der Klimaziele könnten sowohl Firmen mit Kohlenstoff-Speicher-Technologien, wie auch Windkraftanlagen-Betreiber große Gewinner werden. Also auch Linde plc.

Linde plc scheint  robuster als in der Krise 2008/2009 zu sein und verfügt über eine stärkere Bilanz. DIe Investitionsausgaben werden wohl gesenkt. Für das Gesamtjahr 2020 rechnen wir mit einem stabilen Ebitda.

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July 8, 2020

Linde bleibt auch in Corona-Zeiten Fels in der Brandung: Kommt nun die Wasserstoff-Revolution?

Es gibt sie noch, die großen, schier unverwüstlichen zuverlässigen Industriewerte aus Deutschland.

Auch wenn die Linde plc (ISIN: IE00BZ12WP82 ; WKN: A2DSYC) heute offiziell ein britisches Unternehmen ist, was den deutschen Fiskus nicht freut, die deutschen Anleger aber weniger anficht, weil das Unternehmen nach wie vor den DAX schmückt, darf der Münchener Konzern getrost den Leitspruch “stabil wie eine deutsche Eiche” für sich reklamieren.

Selbst in Zeiten der um sich greifenden Corona-Pandemie leidet die bayerische Gase-Gesellschaft  weniger als ihre internationalen Wettbewerber.  Aus diesem Grund sollten findige Privatinvestoren auch wieder ein Auge auf den Marktführer werfen. Zumal man sich nun ganz neue Geschäftsfelder erschließen möchte.  

Das große Modethema Wasserstoff geht auch an der Linde plc nicht geräuschlos vorüber.
Zukünftig will man nämlich das Geschäft mit grünem Wasserstoff massiv ausbauen. Die Dekarbonisierung, also die Senkung des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid, ist überall auf der Welt der große Trend. Europa beispielsweise beabsichtigt, seine Konjunkturprogramme mit der Reduzierung von CO2 zu verknüpfen. Grüner Wasserstoff, der durch erneuerbare Energien gewonnen wird, soll dabei eine große Rolle spielen. Das gilt auch für China, Südkorea und Japan.

Das Fundament für die Wasserstoff-Offensive ist gelegt:

Linde macht heute mehr als zwei Milliarden Dollar Umsatz mit der Produktion, dem Vertrieb, der Speicherung und der Anwendung von Wasserstoff. Und angesichts der erwarteten Investitionsvorhaben von mehr als 100 Milliarden Dollar könnte sich das  Wasserstoffgeschäft in Zukunft vervierfachen. Gerade bei großen Transportmitteln wie Lastwagen, Zügen, Fähren und Bussen könnte sich Wasserstoff zuerst durchsetzen. Denn bei größeren Fahrzeugen und bei Schiffen stehen die Zuladung sowie die Befüllungszeiten im Vordergrund.

Das Management hat den Industriegase-Leader gut positioniert:

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll im laufenden Jahr währungsbedingt im mittleren bis hohen einstelligen Bereich zulegen. Im schlechtesten Fall, coronabedingt, rechnet das Linde- Team beim Ergebnis mit einem Rückgang im niedrigen einstelligen Bereich. 2019 erwirtschaftete Linde einen bereinigten Gewinn je Aktie von 7,34 Dollar. Doch die Konkurrenz wird von den Corona-Verwerfungen wesentlich härter getroffen, so dass man auch diese Extrapolation als echtes Husarenstück betrachten kann.

Die Auswirkungen der weltweiten Coronavirus-Pandemie treffen deshalb die Geschäfte von Linde nicht so stark wie viele seiner Kunden. Das Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr bleibt somit attraktiv.

Linde ist der weltgrößte Anbieter von Industriegasen und beliefert die Auto-, Öl, Chemie- und Metallindustrie genauso wie Lebensmittelhersteller und Krankenhäuser. Den Löwenanteil seiner Umsätze und Gewinne erwirtschaftet Linde in Amerika, jeweils gut 20 Prozent der Erlöse kommen aus Europa und Asien. Die Linde AG und der kleinere, aber profitablere US-Konkurrent Praxair hatten sich 2018 zum Weltmarktführer für Industriegas zusammengeschlossen. Weltweit beschäftigt die neue Linde plc 80 000 Mitarbeiter. Hauptaktionäre sind angelsächsische Investoren.

Konzernvorstand Angel setzt auf angelsächsische Profitabilität.

Dies kam Linde 2019 zugute - trotz schwacher Konjunktur machte der Konzern mehr Gewinn. Um noch profitabler zu werden, will Angel im deutschen Gasgeschäft 834 der rund 7000 Stellen abbauen. Wegen des steigenden Bedarfs an Emissionsausgleichen zum Erreichen der Klimaziele könnten sowohl Firmen mit Kohlenstoff-Speicher-Technologien, wie auch Windkraftanlagen-Betreiber große Gewinner werden. Also auch Linde plc.

Linde plc scheint  robuster als in der Krise 2008/2009 zu sein und verfügt über eine stärkere Bilanz. DIe Investitionsausgaben werden wohl gesenkt. Für das Gesamtjahr 2020 rechnen wir mit einem stabilen Ebitda.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

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