Lufthansa im freien Fall

Kommt jetzt die Havarie oder die Wiederauferstehung im DAX in 2021?

Das ist ein Paukenschlag: Nach über 30 jähriger Zugehörigkeit zum DAX erhält die Lufthansa (ISIN: DE0008232125 ; WKN: 823212) aus Frankfurt die Rote Karte. Am 21. Juni ertönt für die bedeutendste deutsche Airline zum letzten Mal auf dem Frankfurter Parkett die Schlußglocke für das Premiumsegment.

Was für eine Blamage: Die ruhmreiche Fluggesellschaft muß ihren Platz ausgerechnet für den schillernden Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen (ISIN: DE000A0HN5C6 ; WKN: A0HN5C) räumen, was einem Statusverlust allererster Ordnung gleichkommt. Für Berlin als Bundeshauptstadt und größte deutsche Metropole ist der Aufstieg der Deutsche Wohnen in die erste Börsenliga natürlich ein Prestigezuwachs.

Das Unternehmen rangiert mit bundesweit 160.000 Wohnungen als zweitgrößter privater Vermieter in der Republik.

Aber klar ist ebenso: Die Lufthansa hat die Degradierung zum MDAX-Wert nicht verdient. Nicht nur die Tatsache, dass das Unternehmen einer der bedeutendsten globalen Luftfahrtkonzerne überhaupt ist, spricht gegen diese Maßnahme. Die Gesellschaft wird exzellent geführt und konnte immer mit soliden Zahlen in den zurückliegenden Jahren punkten.

Keine Frage: Die Firma wurde Opfer der Corona-Politik, deren juristische und mediale Aufarbeitung noch bevorsteht. Wenn ein ansonsten glänzend positioniertes Unternehmen gezwungen wird, seinen Geschäftsbetrieb stillzulegen, hilft auch der erfahrenste CEO nichts.

Wir gehen davon aus, dass die Lufthansa bei der nächsten Neugewichtung der Indizes im Jahr 2021 eine fulminante Wiederauferstehung erleben wird und in den DAX zurückkehren kann. Denn dort gehört sie hin. Für Anleger bedeutet dies: Wer nun die Bodenbildung im Kurs abwartet und dann mit beherzten Engagements die erstklassige Gelegenheit zum Turnaround ergreift, wird wohl fürstlich belohnt werden.

Kurzfristig wird es wohl noch einige größere Verwerfungen geben, denn die Index-Änderungen betreffen unmittelbar die Anlagestrategie großer Fonds, die die Zusammensetzung der Indizes exakt nachbilden. Das hat kursrelevante Bedeutung .

Maßgeblich für die Zugehörigkeit zum Kreis der 30 Dax-Konzerne sind Börsenumsatz (Handelsvolumen) und Börsenwert (Marktkapitalisierung) eines Unternehmens. Der Kurs der Lufthansa-Aktie war im Sog der Corona-Krise eingebrochen. Das ist die Begründung für den weitreichenden Schritt der Deutsche Börse AG.

Die Lufthansa ist abrupt in die schwerste Krise ihrer Geschichte geraten, weil seit Monaten kaum noch Flugverkehr möglich ist. In dem Konzern mit etwa 138 000 Beschäftigten stehen deswegen Tausende Jobs auf der Kippe. Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket geschnürt, das verschiedene Hilfen und Eigenkapitalmaßnahmen in einer Gesamthöhe von neun Milliarden Euro vorsieht.

Im Gegenzug soll der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) 20 Prozent der Aktien übernehmen. Außerdem ist vorgesehen, dass der Bund zwei Posten im 20-köpfigen Aufsichtsrat der Lufthansa besetzt. Die Aktionäre der Lufthansa müssen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni noch grünes Licht für das Paket geben.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

June 7, 2020

Lufthansa im freien Fall

Kommt jetzt die Havarie oder die Wiederauferstehung im DAX in 2021?

Das ist ein Paukenschlag: Nach über 30 jähriger Zugehörigkeit zum DAX erhält die Lufthansa (ISIN: DE0008232125 ; WKN: 823212) aus Frankfurt die Rote Karte. Am 21. Juni ertönt für die bedeutendste deutsche Airline zum letzten Mal auf dem Frankfurter Parkett die Schlußglocke für das Premiumsegment.

Was für eine Blamage: Die ruhmreiche Fluggesellschaft muß ihren Platz ausgerechnet für den schillernden Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen (ISIN: DE000A0HN5C6 ; WKN: A0HN5C) räumen, was einem Statusverlust allererster Ordnung gleichkommt. Für Berlin als Bundeshauptstadt und größte deutsche Metropole ist der Aufstieg der Deutsche Wohnen in die erste Börsenliga natürlich ein Prestigezuwachs.

Das Unternehmen rangiert mit bundesweit 160.000 Wohnungen als zweitgrößter privater Vermieter in der Republik.

Aber klar ist ebenso: Die Lufthansa hat die Degradierung zum MDAX-Wert nicht verdient. Nicht nur die Tatsache, dass das Unternehmen einer der bedeutendsten globalen Luftfahrtkonzerne überhaupt ist, spricht gegen diese Maßnahme. Die Gesellschaft wird exzellent geführt und konnte immer mit soliden Zahlen in den zurückliegenden Jahren punkten.

Keine Frage: Die Firma wurde Opfer der Corona-Politik, deren juristische und mediale Aufarbeitung noch bevorsteht. Wenn ein ansonsten glänzend positioniertes Unternehmen gezwungen wird, seinen Geschäftsbetrieb stillzulegen, hilft auch der erfahrenste CEO nichts.

Wir gehen davon aus, dass die Lufthansa bei der nächsten Neugewichtung der Indizes im Jahr 2021 eine fulminante Wiederauferstehung erleben wird und in den DAX zurückkehren kann. Denn dort gehört sie hin. Für Anleger bedeutet dies: Wer nun die Bodenbildung im Kurs abwartet und dann mit beherzten Engagements die erstklassige Gelegenheit zum Turnaround ergreift, wird wohl fürstlich belohnt werden.

Kurzfristig wird es wohl noch einige größere Verwerfungen geben, denn die Index-Änderungen betreffen unmittelbar die Anlagestrategie großer Fonds, die die Zusammensetzung der Indizes exakt nachbilden. Das hat kursrelevante Bedeutung .

Maßgeblich für die Zugehörigkeit zum Kreis der 30 Dax-Konzerne sind Börsenumsatz (Handelsvolumen) und Börsenwert (Marktkapitalisierung) eines Unternehmens. Der Kurs der Lufthansa-Aktie war im Sog der Corona-Krise eingebrochen. Das ist die Begründung für den weitreichenden Schritt der Deutsche Börse AG.

Die Lufthansa ist abrupt in die schwerste Krise ihrer Geschichte geraten, weil seit Monaten kaum noch Flugverkehr möglich ist. In dem Konzern mit etwa 138 000 Beschäftigten stehen deswegen Tausende Jobs auf der Kippe. Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket geschnürt, das verschiedene Hilfen und Eigenkapitalmaßnahmen in einer Gesamthöhe von neun Milliarden Euro vorsieht.

Im Gegenzug soll der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) 20 Prozent der Aktien übernehmen. Außerdem ist vorgesehen, dass der Bund zwei Posten im 20-köpfigen Aufsichtsrat der Lufthansa besetzt. Die Aktionäre der Lufthansa müssen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni noch grünes Licht für das Paket geben.

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June 7, 2020

Lufthansa im freien Fall

Kommt jetzt die Havarie oder die Wiederauferstehung im DAX in 2021?

Das ist ein Paukenschlag: Nach über 30 jähriger Zugehörigkeit zum DAX erhält die Lufthansa (ISIN: DE0008232125 ; WKN: 823212) aus Frankfurt die Rote Karte. Am 21. Juni ertönt für die bedeutendste deutsche Airline zum letzten Mal auf dem Frankfurter Parkett die Schlußglocke für das Premiumsegment.

Was für eine Blamage: Die ruhmreiche Fluggesellschaft muß ihren Platz ausgerechnet für den schillernden Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen (ISIN: DE000A0HN5C6 ; WKN: A0HN5C) räumen, was einem Statusverlust allererster Ordnung gleichkommt. Für Berlin als Bundeshauptstadt und größte deutsche Metropole ist der Aufstieg der Deutsche Wohnen in die erste Börsenliga natürlich ein Prestigezuwachs.

Das Unternehmen rangiert mit bundesweit 160.000 Wohnungen als zweitgrößter privater Vermieter in der Republik.

Aber klar ist ebenso: Die Lufthansa hat die Degradierung zum MDAX-Wert nicht verdient. Nicht nur die Tatsache, dass das Unternehmen einer der bedeutendsten globalen Luftfahrtkonzerne überhaupt ist, spricht gegen diese Maßnahme. Die Gesellschaft wird exzellent geführt und konnte immer mit soliden Zahlen in den zurückliegenden Jahren punkten.

Keine Frage: Die Firma wurde Opfer der Corona-Politik, deren juristische und mediale Aufarbeitung noch bevorsteht. Wenn ein ansonsten glänzend positioniertes Unternehmen gezwungen wird, seinen Geschäftsbetrieb stillzulegen, hilft auch der erfahrenste CEO nichts.

Wir gehen davon aus, dass die Lufthansa bei der nächsten Neugewichtung der Indizes im Jahr 2021 eine fulminante Wiederauferstehung erleben wird und in den DAX zurückkehren kann. Denn dort gehört sie hin. Für Anleger bedeutet dies: Wer nun die Bodenbildung im Kurs abwartet und dann mit beherzten Engagements die erstklassige Gelegenheit zum Turnaround ergreift, wird wohl fürstlich belohnt werden.

Kurzfristig wird es wohl noch einige größere Verwerfungen geben, denn die Index-Änderungen betreffen unmittelbar die Anlagestrategie großer Fonds, die die Zusammensetzung der Indizes exakt nachbilden. Das hat kursrelevante Bedeutung .

Maßgeblich für die Zugehörigkeit zum Kreis der 30 Dax-Konzerne sind Börsenumsatz (Handelsvolumen) und Börsenwert (Marktkapitalisierung) eines Unternehmens. Der Kurs der Lufthansa-Aktie war im Sog der Corona-Krise eingebrochen. Das ist die Begründung für den weitreichenden Schritt der Deutsche Börse AG.

Die Lufthansa ist abrupt in die schwerste Krise ihrer Geschichte geraten, weil seit Monaten kaum noch Flugverkehr möglich ist. In dem Konzern mit etwa 138 000 Beschäftigten stehen deswegen Tausende Jobs auf der Kippe. Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket geschnürt, das verschiedene Hilfen und Eigenkapitalmaßnahmen in einer Gesamthöhe von neun Milliarden Euro vorsieht.

Im Gegenzug soll der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) 20 Prozent der Aktien übernehmen. Außerdem ist vorgesehen, dass der Bund zwei Posten im 20-köpfigen Aufsichtsrat der Lufthansa besetzt. Die Aktionäre der Lufthansa müssen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni noch grünes Licht für das Paket geben.

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Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

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