Raus aus Airline-Aktien

Warren Buffet macht es vor. Geht hier eine gesamte Branche in die Knie?

Die Corona-Krise hat die Luftfahrt- und Reisebranche in eine verheerende Krise gestürzt: Nahezu jede Airline verzeichnet Milliardenverluste, Branchengrößen wie die Lufthansa können nur durch ein Engagement des Staates überleben.  Auch die Flugzeugbauer stecken in einer Bestellflaute - im Mai und Juni hatte Airbus keine neuen Bestellungen verkündet, der Konzern streicht ebenso Stellen wie seine Kunden und Zulieferer.

In diesem Kontext hat sich Investmentguru Warren Buffet über seine Aktiengesellschaft Berkshire Hathaway auf einen Schlag von allen Airline Aktien getrennt. Ein aussagekräftiges Signal!  

Nachdem sich im ersten Quartal noch Southwest Airlines und Delta Air Lines unter dem Top-15 befunden hatten, hat der Starinvestor nun alle Aktien verkauft.

Buffet hat für seine Entscheidung ausgesprochen gute Argumente:
  • In den europäischen Nationen steigt die Zahl von Corona-Infizierten deutlich an.
  • Großbritannien will Urlaubsheimkehrer aus Spanien wieder in die Quarantäne schicken.
  • Der Luftfahrtkonzern Ryanair (wir berichteten unlängst) wird bis Ende März nächsten Jahres nur 60 Millionen Passagiere befördern. Zuvor stellte das Unternehmen weniger als 80 Millionen beförderte Passagiere in Aussicht. Experten  hatten mit 74 Millionen Passagieren gerechnet.

Der internationale Branchenverband Iata erwartet für 2020 einen Einbruch von 50% des Passagierverkehrsaufkommens und kumulierte Verluste in der Höhe von mehr als 84 Mrd. $, nicht zu vergessen die stark steigende Verschuldung. Solange kein Impfstoff vorliegt, bleiben Reiseeinschränkungen erhalten und sehr viele Flugzeuge am Boden.Viele Fluggesellschaften waren aufgrund der tiefen Margen schon lange nicht mehr in der Lage, ihre Kapitalkosten zu erwirtschaften, und vernichteten so gesehen eigentlich Geld.

Die wichtigsten Akteure rechnen mit einer Durststrecke von mindestens drei Jahren. Das Verkehrsaufkommen von 2019 wird möglicherweise erst Ende 2023 oder sogar 2024 wieder erreicht.

Dass mit dem Ende der Einschränkungen automatisch wieder 100% Kapazität erreicht werden, ist wenig realistisch. Verschiedene Studien gingen von 10 bis 20% weniger aus. Aus ökonomischer Sicht ist eine Konsolidierung längst überfällig, weil es schon längst  zu viele Akteure auf dem Markt gibt. Eine Marktbereinigung wäre durchaus ein positiver Vorgang, selbst wenn er durch eine Seuche erkauft worden ist.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

August 19, 2020

Raus aus Airline-Aktien

Warren Buffet macht es vor. Geht hier eine gesamte Branche in die Knie?

Die Corona-Krise hat die Luftfahrt- und Reisebranche in eine verheerende Krise gestürzt: Nahezu jede Airline verzeichnet Milliardenverluste, Branchengrößen wie die Lufthansa können nur durch ein Engagement des Staates überleben.  Auch die Flugzeugbauer stecken in einer Bestellflaute - im Mai und Juni hatte Airbus keine neuen Bestellungen verkündet, der Konzern streicht ebenso Stellen wie seine Kunden und Zulieferer.

In diesem Kontext hat sich Investmentguru Warren Buffet über seine Aktiengesellschaft Berkshire Hathaway auf einen Schlag von allen Airline Aktien getrennt. Ein aussagekräftiges Signal!  

Nachdem sich im ersten Quartal noch Southwest Airlines und Delta Air Lines unter dem Top-15 befunden hatten, hat der Starinvestor nun alle Aktien verkauft.

Buffet hat für seine Entscheidung ausgesprochen gute Argumente:
  • In den europäischen Nationen steigt die Zahl von Corona-Infizierten deutlich an.
  • Großbritannien will Urlaubsheimkehrer aus Spanien wieder in die Quarantäne schicken.
  • Der Luftfahrtkonzern Ryanair (wir berichteten unlängst) wird bis Ende März nächsten Jahres nur 60 Millionen Passagiere befördern. Zuvor stellte das Unternehmen weniger als 80 Millionen beförderte Passagiere in Aussicht. Experten  hatten mit 74 Millionen Passagieren gerechnet.

Der internationale Branchenverband Iata erwartet für 2020 einen Einbruch von 50% des Passagierverkehrsaufkommens und kumulierte Verluste in der Höhe von mehr als 84 Mrd. $, nicht zu vergessen die stark steigende Verschuldung. Solange kein Impfstoff vorliegt, bleiben Reiseeinschränkungen erhalten und sehr viele Flugzeuge am Boden.Viele Fluggesellschaften waren aufgrund der tiefen Margen schon lange nicht mehr in der Lage, ihre Kapitalkosten zu erwirtschaften, und vernichteten so gesehen eigentlich Geld.

Die wichtigsten Akteure rechnen mit einer Durststrecke von mindestens drei Jahren. Das Verkehrsaufkommen von 2019 wird möglicherweise erst Ende 2023 oder sogar 2024 wieder erreicht.

Dass mit dem Ende der Einschränkungen automatisch wieder 100% Kapazität erreicht werden, ist wenig realistisch. Verschiedene Studien gingen von 10 bis 20% weniger aus. Aus ökonomischer Sicht ist eine Konsolidierung längst überfällig, weil es schon längst  zu viele Akteure auf dem Markt gibt. Eine Marktbereinigung wäre durchaus ein positiver Vorgang, selbst wenn er durch eine Seuche erkauft worden ist.

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August 19, 2020

Raus aus Airline-Aktien

Warren Buffet macht es vor. Geht hier eine gesamte Branche in die Knie?

Die Corona-Krise hat die Luftfahrt- und Reisebranche in eine verheerende Krise gestürzt: Nahezu jede Airline verzeichnet Milliardenverluste, Branchengrößen wie die Lufthansa können nur durch ein Engagement des Staates überleben.  Auch die Flugzeugbauer stecken in einer Bestellflaute - im Mai und Juni hatte Airbus keine neuen Bestellungen verkündet, der Konzern streicht ebenso Stellen wie seine Kunden und Zulieferer.

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Nachdem sich im ersten Quartal noch Southwest Airlines und Delta Air Lines unter dem Top-15 befunden hatten, hat der Starinvestor nun alle Aktien verkauft.

Buffet hat für seine Entscheidung ausgesprochen gute Argumente:
  • In den europäischen Nationen steigt die Zahl von Corona-Infizierten deutlich an.
  • Großbritannien will Urlaubsheimkehrer aus Spanien wieder in die Quarantäne schicken.
  • Der Luftfahrtkonzern Ryanair (wir berichteten unlängst) wird bis Ende März nächsten Jahres nur 60 Millionen Passagiere befördern. Zuvor stellte das Unternehmen weniger als 80 Millionen beförderte Passagiere in Aussicht. Experten  hatten mit 74 Millionen Passagieren gerechnet.

Der internationale Branchenverband Iata erwartet für 2020 einen Einbruch von 50% des Passagierverkehrsaufkommens und kumulierte Verluste in der Höhe von mehr als 84 Mrd. $, nicht zu vergessen die stark steigende Verschuldung. Solange kein Impfstoff vorliegt, bleiben Reiseeinschränkungen erhalten und sehr viele Flugzeuge am Boden.Viele Fluggesellschaften waren aufgrund der tiefen Margen schon lange nicht mehr in der Lage, ihre Kapitalkosten zu erwirtschaften, und vernichteten so gesehen eigentlich Geld.

Die wichtigsten Akteure rechnen mit einer Durststrecke von mindestens drei Jahren. Das Verkehrsaufkommen von 2019 wird möglicherweise erst Ende 2023 oder sogar 2024 wieder erreicht.

Dass mit dem Ende der Einschränkungen automatisch wieder 100% Kapazität erreicht werden, ist wenig realistisch. Verschiedene Studien gingen von 10 bis 20% weniger aus. Aus ökonomischer Sicht ist eine Konsolidierung längst überfällig, weil es schon längst  zu viele Akteure auf dem Markt gibt. Eine Marktbereinigung wäre durchaus ein positiver Vorgang, selbst wenn er durch eine Seuche erkauft worden ist.

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Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

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