Der unerbittliche Kampf gegen die Zeit: Wann wird ein Impfstoff gegen die Coronavirus-Krankheit verfügbar sein?

Unternehmen konkurrieren um die schnellsten Forschungsresultate! Kommt bald die Phase der Kommerzialisierung eines Blockbuster-Medikaments? Teil 1.

Die wissenschaftliche Entwicklung und Herstellung eines Impfstoffes gegen Viruserkrankungen ist in der Regel ein kostspieliges und zeitintensives Business. Mitunter dauert es einige Jahre, bis ein Stoff in die Kommerzialisierungsetappe überführt werden kann. Klinische Tests, Restriktionen und Bürokratie sorgen oft für eine massive Verzögerung. Die Covid -19 Krise erfordert nun unkonventionelles Handeln, denn die Welt wartet sehnsüchtig auf ein Gegenmittel und auf die notwendige künftige  Prävention, will man nicht in eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes hineinlaufen, die das internationale Gesundheitssystem und die Stabilität der Volkswirtschaften in das Stadium existentieller Vernichtungsängste treiben kann.

Dennoch sind die Experten der Auffassung, dass vor 2021 nicht mit einem solchen Wirkstoff gerechnet werden kann. 

Global ist ein Wettstreit zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Gruppen, einerseits den klassischen Forschungseinrichtungen der Universitäten und den virologischen Instituten, andererseits den medizinischen Laboren von Unternehmen entstanden. Dies offenbart eine ungeheure, selten zuvor erlebte Wettbewerbs-Dynamik.

Jede Bemühung um einen SARS-CoV-2 Impfstoff basiert auf gemachten Vorarbeiten. Forscher greifen hierbei auf Sequenzdaten zurück, die chinesesische Wissenschaftler schon im Januar bereitstellten. Die Konstruktion des Impfstoffes selbst wäre in wenigen Wochen möglich. Langwierig ist dann aber die weitere Entwicklung. 

Gegen SARS-CoV-2 sind binnen kurzer Frist mindestens 77 Impfstoffprojekte angelaufen: Des weiteren kommen noch sieben Projekte, die die WHO noch nicht verzeichnet:

Die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) recherchierte nach eigenen Angaben sogar 78 definitiv aktive Impfstoffprojekte und unbestätigte Hinweise auf 37 weitere Projekte. Bis vor wenigen Jahren hätte man für das Durchlaufen aller Etappen 15 bis 20 Jahre angesetzt. Die Projekte, die schon am weitesten vorangekommen sind, sind bereits in Etappe 4 eingetreten, der Erprobung mit Freiwilligen; oder sie planen, das in den kommenden Monaten zu tun. Erste Unternehmen haben bereits angekündigt, ihre Produktionskapazitäten für einen Covid-19-Impfstoff auszuweiten. Bisher brauchte man mit herkömmlichen Methoden im Mittel rund 10 Jahre für die Entwicklung. Zuletzt hat sich die Herstellung aber beschleunigt. Der erste Impfstoff gegen das fast immer tödliche Ebola-Virus war nach rund 5 Jahren einsatzbereit.Die aktuelle Suche nach einem Impfstoff wird durch die neue RNA-Technik extrem beschleunigt. Man betritt damit allerdings auch Neuland. Erste Studien für Impfstoffe gegen andere Viren sind nur kurz vor dem Ausbruch von SARS-Cov-2 angelaufen. Um das Tempo weiter zu beschleunigen, kürzen manche Labore die Tierversuche ab oder starten sie parallel zu Untersuchungen am Menschen.

Die Grundlage von RNA-Impfstoffen bildet ein Trick, den sich Forschende von den Erregern selbst abgeschaut haben. Viren können sich nämlich nicht selbst vermehren. Sie benötigen dafür die Maschinerie der Zellen ihres Wirts. Sie verschaffen sich Zutritt zu den Zellen und nutzen die dortigen Mechanismen: Das Viruserbgut wird in der Zelle abgelesen, deren Sequenz dient als Bauplan, um einzelne Teile des Virus nachzubauen – der Erreger lässt sich so sich vervielfältigen, um später andere Zellen befallen zu lassen. Dieses Prinzip, so folgerten Forscher, könnte man auch gleich für die Impfstoffherstellung nutzen. Die Überlegung: Spritzt man dem Körper einen genetischen Bauplan könnte er sich den Teil des Erregers selber bauen, auf den das Immunsystem besonders gut reagiert. Im Falle von Sars-CoV-2 ist das der Protein-Stachel auf der Oberfläche des Virus, der ihm sein besonderes Aussehen verleiht und mit dessen Ende der Erreger an die Zelle bindet: das Spike-Protein. 

In einem 2. Teil werden wir Ihnen erklären, welche Unternehmen besonders weit in der Herstellung eines potentiellen Impfstoffe sind.

Disclaimer

Die Daten, Mitteilungen und sonstigen Angaben, die auf dem Portal zu finden sind, dienen ausschließlich Informationszwecken. Alle Informationen und Daten stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung nach presserechtlichen Gesichtspunkten als zuverlässig wahrgenommen wurden. Für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird keinerlei Haftung oder Garantie übernommen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die auf Investors-Research angebotenen Informationen und Nachrichten sind zu keinem Zeitpunkt als auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete fachkundige Anlageberatungen anzusehen. Die maßgeblichen Informationen können bei den herausgebenden Emittenten angefordert werden. Eine Haftung für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von den auf dieser oder einer der nachfolgenden Seiten enthaltenen Informationen vorgenommen werden, entfällt.

April 18, 2020

Der unerbittliche Kampf gegen die Zeit: Wann wird ein Impfstoff gegen die Coronavirus-Krankheit verfügbar sein?

Unternehmen konkurrieren um die schnellsten Forschungsresultate! Kommt bald die Phase der Kommerzialisierung eines Blockbuster-Medikaments? Teil 1.

Die wissenschaftliche Entwicklung und Herstellung eines Impfstoffes gegen Viruserkrankungen ist in der Regel ein kostspieliges und zeitintensives Business. Mitunter dauert es einige Jahre, bis ein Stoff in die Kommerzialisierungsetappe überführt werden kann. Klinische Tests, Restriktionen und Bürokratie sorgen oft für eine massive Verzögerung. Die Covid -19 Krise erfordert nun unkonventionelles Handeln, denn die Welt wartet sehnsüchtig auf ein Gegenmittel und auf die notwendige künftige  Prävention, will man nicht in eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes hineinlaufen, die das internationale Gesundheitssystem und die Stabilität der Volkswirtschaften in das Stadium existentieller Vernichtungsängste treiben kann.

Dennoch sind die Experten der Auffassung, dass vor 2021 nicht mit einem solchen Wirkstoff gerechnet werden kann. 

Global ist ein Wettstreit zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Gruppen, einerseits den klassischen Forschungseinrichtungen der Universitäten und den virologischen Instituten, andererseits den medizinischen Laboren von Unternehmen entstanden. Dies offenbart eine ungeheure, selten zuvor erlebte Wettbewerbs-Dynamik.

Jede Bemühung um einen SARS-CoV-2 Impfstoff basiert auf gemachten Vorarbeiten. Forscher greifen hierbei auf Sequenzdaten zurück, die chinesesische Wissenschaftler schon im Januar bereitstellten. Die Konstruktion des Impfstoffes selbst wäre in wenigen Wochen möglich. Langwierig ist dann aber die weitere Entwicklung. 

Gegen SARS-CoV-2 sind binnen kurzer Frist mindestens 77 Impfstoffprojekte angelaufen: Des weiteren kommen noch sieben Projekte, die die WHO noch nicht verzeichnet:

Die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) recherchierte nach eigenen Angaben sogar 78 definitiv aktive Impfstoffprojekte und unbestätigte Hinweise auf 37 weitere Projekte. Bis vor wenigen Jahren hätte man für das Durchlaufen aller Etappen 15 bis 20 Jahre angesetzt. Die Projekte, die schon am weitesten vorangekommen sind, sind bereits in Etappe 4 eingetreten, der Erprobung mit Freiwilligen; oder sie planen, das in den kommenden Monaten zu tun. Erste Unternehmen haben bereits angekündigt, ihre Produktionskapazitäten für einen Covid-19-Impfstoff auszuweiten. Bisher brauchte man mit herkömmlichen Methoden im Mittel rund 10 Jahre für die Entwicklung. Zuletzt hat sich die Herstellung aber beschleunigt. Der erste Impfstoff gegen das fast immer tödliche Ebola-Virus war nach rund 5 Jahren einsatzbereit.Die aktuelle Suche nach einem Impfstoff wird durch die neue RNA-Technik extrem beschleunigt. Man betritt damit allerdings auch Neuland. Erste Studien für Impfstoffe gegen andere Viren sind nur kurz vor dem Ausbruch von SARS-Cov-2 angelaufen. Um das Tempo weiter zu beschleunigen, kürzen manche Labore die Tierversuche ab oder starten sie parallel zu Untersuchungen am Menschen.

Die Grundlage von RNA-Impfstoffen bildet ein Trick, den sich Forschende von den Erregern selbst abgeschaut haben. Viren können sich nämlich nicht selbst vermehren. Sie benötigen dafür die Maschinerie der Zellen ihres Wirts. Sie verschaffen sich Zutritt zu den Zellen und nutzen die dortigen Mechanismen: Das Viruserbgut wird in der Zelle abgelesen, deren Sequenz dient als Bauplan, um einzelne Teile des Virus nachzubauen – der Erreger lässt sich so sich vervielfältigen, um später andere Zellen befallen zu lassen. Dieses Prinzip, so folgerten Forscher, könnte man auch gleich für die Impfstoffherstellung nutzen. Die Überlegung: Spritzt man dem Körper einen genetischen Bauplan könnte er sich den Teil des Erregers selber bauen, auf den das Immunsystem besonders gut reagiert. Im Falle von Sars-CoV-2 ist das der Protein-Stachel auf der Oberfläche des Virus, der ihm sein besonderes Aussehen verleiht und mit dessen Ende der Erreger an die Zelle bindet: das Spike-Protein. 

In einem 2. Teil werden wir Ihnen erklären, welche Unternehmen besonders weit in der Herstellung eines potentiellen Impfstoffe sind.

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April 18, 2020

Der unerbittliche Kampf gegen die Zeit: Wann wird ein Impfstoff gegen die Coronavirus-Krankheit verfügbar sein?

Unternehmen konkurrieren um die schnellsten Forschungsresultate! Kommt bald die Phase der Kommerzialisierung eines Blockbuster-Medikaments? Teil 1.

Die wissenschaftliche Entwicklung und Herstellung eines Impfstoffes gegen Viruserkrankungen ist in der Regel ein kostspieliges und zeitintensives Business. Mitunter dauert es einige Jahre, bis ein Stoff in die Kommerzialisierungsetappe überführt werden kann. Klinische Tests, Restriktionen und Bürokratie sorgen oft für eine massive Verzögerung. Die Covid -19 Krise erfordert nun unkonventionelles Handeln, denn die Welt wartet sehnsüchtig auf ein Gegenmittel und auf die notwendige künftige  Prävention, will man nicht in eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes hineinlaufen, die das internationale Gesundheitssystem und die Stabilität der Volkswirtschaften in das Stadium existentieller Vernichtungsängste treiben kann.

Dennoch sind die Experten der Auffassung, dass vor 2021 nicht mit einem solchen Wirkstoff gerechnet werden kann. 

Global ist ein Wettstreit zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Gruppen, einerseits den klassischen Forschungseinrichtungen der Universitäten und den virologischen Instituten, andererseits den medizinischen Laboren von Unternehmen entstanden. Dies offenbart eine ungeheure, selten zuvor erlebte Wettbewerbs-Dynamik.

Jede Bemühung um einen SARS-CoV-2 Impfstoff basiert auf gemachten Vorarbeiten. Forscher greifen hierbei auf Sequenzdaten zurück, die chinesesische Wissenschaftler schon im Januar bereitstellten. Die Konstruktion des Impfstoffes selbst wäre in wenigen Wochen möglich. Langwierig ist dann aber die weitere Entwicklung. 

Gegen SARS-CoV-2 sind binnen kurzer Frist mindestens 77 Impfstoffprojekte angelaufen: Des weiteren kommen noch sieben Projekte, die die WHO noch nicht verzeichnet:

Die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) recherchierte nach eigenen Angaben sogar 78 definitiv aktive Impfstoffprojekte und unbestätigte Hinweise auf 37 weitere Projekte. Bis vor wenigen Jahren hätte man für das Durchlaufen aller Etappen 15 bis 20 Jahre angesetzt. Die Projekte, die schon am weitesten vorangekommen sind, sind bereits in Etappe 4 eingetreten, der Erprobung mit Freiwilligen; oder sie planen, das in den kommenden Monaten zu tun. Erste Unternehmen haben bereits angekündigt, ihre Produktionskapazitäten für einen Covid-19-Impfstoff auszuweiten. Bisher brauchte man mit herkömmlichen Methoden im Mittel rund 10 Jahre für die Entwicklung. Zuletzt hat sich die Herstellung aber beschleunigt. Der erste Impfstoff gegen das fast immer tödliche Ebola-Virus war nach rund 5 Jahren einsatzbereit.Die aktuelle Suche nach einem Impfstoff wird durch die neue RNA-Technik extrem beschleunigt. Man betritt damit allerdings auch Neuland. Erste Studien für Impfstoffe gegen andere Viren sind nur kurz vor dem Ausbruch von SARS-Cov-2 angelaufen. Um das Tempo weiter zu beschleunigen, kürzen manche Labore die Tierversuche ab oder starten sie parallel zu Untersuchungen am Menschen.

Die Grundlage von RNA-Impfstoffen bildet ein Trick, den sich Forschende von den Erregern selbst abgeschaut haben. Viren können sich nämlich nicht selbst vermehren. Sie benötigen dafür die Maschinerie der Zellen ihres Wirts. Sie verschaffen sich Zutritt zu den Zellen und nutzen die dortigen Mechanismen: Das Viruserbgut wird in der Zelle abgelesen, deren Sequenz dient als Bauplan, um einzelne Teile des Virus nachzubauen – der Erreger lässt sich so sich vervielfältigen, um später andere Zellen befallen zu lassen. Dieses Prinzip, so folgerten Forscher, könnte man auch gleich für die Impfstoffherstellung nutzen. Die Überlegung: Spritzt man dem Körper einen genetischen Bauplan könnte er sich den Teil des Erregers selber bauen, auf den das Immunsystem besonders gut reagiert. Im Falle von Sars-CoV-2 ist das der Protein-Stachel auf der Oberfläche des Virus, der ihm sein besonderes Aussehen verleiht und mit dessen Ende der Erreger an die Zelle bindet: das Spike-Protein. 

In einem 2. Teil werden wir Ihnen erklären, welche Unternehmen besonders weit in der Herstellung eines potentiellen Impfstoffe sind.

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